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Innovationen


 INSPIRE - Qualität und Produktivität von Gesundheitsdienstleistungen steigern und gestalten

Innovationen mit Dienstleistungen - Effiziente Hilfe nach dem Schlaganfall

Im November 2010 startete das Forschungsprojekt INSPIRE, an dem die Neurologische Klinik Bad Neustadt als wichtiger Projektpartner beteiligt ist. INSPIRE steht für „Improving Service Productivity in Healthcare – Qualität und Produktivität von Gesundheitsdienstleistungen IT-gestützt steigern und gestalten" und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Neben der Neurologischen Klinik Bad Neustadt gehören u. a. das Forschungszentrum Informatik (FZI) und dem Karlsruhe Service Research Institute mit Sitz in Karlsruhe und das Bayerischen Roten Kreuz, Bezirksverband Unterfranken zum Forschungskonsortium. Unterstützung kommt durch den Projektträger, der mit der Organisation Deutsche Luft- und Raumfahrt (DLR) renommiert besetzt ist.

 

Der Schlaganfall ist in Deutschland eine der häufigsten Todesursachen. In diesem gesellschaftlich hoch relevanten Feld entwickelt das Verbundprojekt INSPIRE technisch unterstützte organisatorische Lösungen für Produktivitätssteigerungen von Gesundheitsdienstleistungen. Um hier Wachstumspotenziale von Dienstleistungen realisieren zu können, sollen im Projekt sowohl die theoretischen Grundlagen als auch die Messung, Bewertung und Gestaltung der Produktivität von Dienstleistungen in der Praxis näher untersucht werden.

Ziel ist es, einerseits die institutionen-übergreifende Dienstleistungsqualität und -produktivität sowie die individuelle Arbeitszufriedenheit zu erhöhen und andererseits, den individuellen Patienten eine bessere Gesundungschance zu bieten.

Eine übergreifende Integration der Versorgungsprozesse über alle Versorgungsphasen und die ganzheitliche technisch-organisatorische Unterstützung entlang der Versorgungskette wird eine Verbesserung des langfristigen, medizinischen Erfolges sowie betriebswirtschaftliche und volkswirtschaftliche Ressourcenschonung sowie eine individuelle Steigerung von Arbeitsmotivation und -qualität ermöglichen.

Lesen Sie mehr zum Projekt www.inspire-healthcare.de

Zur Posterpräsentation: hier

Kontakt: Dominik Cavael M.A. (Dominik.Cavael@neurologie-bad-neustadt.de)

 

INSPIRE Projekt gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen Produktivität und Dienstleistung. Fördernummer 01 FL 100 79-82

 


 MIRROR - Reflective Learning at Work 

Akzeptanz und Nutzung von Lerntechnologien am Arbeitsplatz

Neben dem nationalen Projekt verfolgt die Neurologische Klinik als Anwendungspartner eines vierjährigen internationalen Verbundforschungsprojekt mit dem Titel: „Reflective Learning at Work (MIRROR)" große Ziele, das das Konzept des „lebenslangen Lernens" durch die Nutzung von Lerntechnologien am Arbeitsplatz zur Grundlage hat.

 

 

Das Forschungskonsortium vereint ein erfahrenes Team von 15 Partnern aus ganz Europa - führende Telekommunikationsunternehmen, qualitativ hochwertige Forschungsunternehmen und fünf hoch-innovative Anwendungspartner, darunter die Neurologische Klinik Bad Neustadt. Diese hat als Pilotbereich die „Stroke Unit" bzw. das Segment der Schlaganfälle identifiziert. Aufgrund der Innovationskraft, die z. B. durch das Projekt „Stroke Angel" unter Beweis gestellt werden konnte, ist so mit weiteren Synergien und einem vertikalen Wissenstransfer zu rechnen.

Das Ziel des Projekts ist, die Pilotmitarbeiter der Stroke Unit zu befähigen und zu ermutigen, am Arbeitsplatz die persönlichen Lernerfahrungen zu refl ektieren, um in „Echtzeit“ zu lernen und drängende Probleme zeitnah lösen zu können.

Der Aufbau einer gemeinsamen Kenntnis- und Erfahrungsebene gehört genauso dazu wie neue Arbeitspraktiken durch Spiele zu erlernen. MIRROR wird die erste Technologie sein, mit der der Learning-Ansatz in hoch dynamischen Arbeitssituationen verwendet werden kann, in Situationen, in denen keine Lehrer, keine formalen Inhalte und kein explizites Wissen zur Verfügung stehen.

So soll das Ergebnis der Arbeitsleistung und Ergebnisqualität langfristig verbessert werden.

Lesen Sie mehr zum Projekt MIRROR www.mirror-project.eu

Zur Posterpräsentation: hier

Kontakt: Dominik Cavael M.A. (Dominik.Cavael@neurologie-bad-neustadt.de)

 

MIRROR project co-funded by the European Union under the Information and Communication Technologies (ICT) theme of the 7th Framework Programme for R&D (FP7)

 


 Die Stroke Angel Initiative

... nur Engel fliegen schneller

Zusammen mit ihren Partnern - dem Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes Rhön-Grabfeld, dem Forschungszentrum für Informatik Karlsruhe und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe -  hat die Neurologische Klinik die "Stroke Angel Initiative" entwickelt und etabliert.

Mit Hilfe der innovativen Informations- und Kommunikationstechnologien konnte die Schlaganfallversorgung in der Region deutlich verbessert werden. Mittlerweile sind Rettungswagen in den Landkreisen Rhön-Grabfeld,  Bad Kissingen und Haßberge sowie ein Rettungshubschrauber mit der neuen Technik ausgestattet.

 

 

Verbesserte Schnittstelle zwischen Rettungswagen und Krankenhaus

Mit dem Einsatz mobiler Computingsysteme kann der Schlüsselprozess des Notfallmanagements deutlich schneller ablaufen:

  1. Systematische Untersuchung des Patienten auf Schlaganfallsymptome bereits im Rettungswagen
  2. Elektronische Datenverarbeitung über Future.Pad im Rettungswagen
  3. Übertragung der Informationen per GPRS an das Krankenhaus
  4. Einbindung der Informationen in das Krankenhausinformationssystem
  5. Frühzeitige Vorbereitung des Krankenhauses auf den Patienten
  6. Bei Eintreffen des Patienten sofortiger Beginn von Diagnostik und Therapie

Was konnte erreicht werden?

  • Hohe Akzeptanz des Rettungsdienstes
  • Verkürzung der Zeit "Tür bis CT" um 23 min (2005 - 2007)
  • Erhöhung der Lyserate von 6,1 % (2005) auf 10,4 % (2008)
  • Zunahme der Fallzahlen von ca. 650 (2005) auf ca. 790 (2008)

Lesen Sie mehr zur Stroke Angel Initiative unter http://www.strokeangel.de/
oder in den Stroke Angel Newslettern:
Stroke Angel Newsletter 3/2009

 

 

 Mobilität und Multiple Sklerose  

MS-bedingte Beeinträchtigungen der Gehfähigkeit stehen im engen Zusammenhang mit Lebensqualität und Arbeitsunfähigkeit.
Eine objektivierbare alltagsnahe Beurteilung der Mobilität ist mittels üblicher Bewertungsmethoden (z.B. EDSS) nicht möglich.
 
Mit der mobilen dreidimensionalen Bewegungsaufzeichnung (ACTIBELT-System®) lassen sich Einschränkungen der alltagsnahen Mobilität bei MS-Patienten erfassen.

Zusammen mit Ihren Partnern
– dem Sylvia Lawry Centre for Multiple Sclerosis Research, dem Forschungszentrum für Informatik, Karlsruhe (FZI), dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) und der Merck Serono GMBH –
hat die Arbeitgruppe Multiple Sklerose an der Neurologischen Klinik zur Erfassung alltagsnaher Mobilitätssteinschränkungen das mobile ACTIBELT®-Aktivitätsanalyse-System zur praktischen Anwendung weiterentwickelt.

 


  BewegungsanalyseActiBelt

Objektivierbare Messung der Mobilitätseinschränkung?
Die vorliegenden Ergebnisse lassen die Schlussfolgerung zu, dass eine quantitative und somit vergleichbare Aussage zur alltagsnahen Mobilität bei Patienten mit MS möglich ist.

Weiterführende Untersuchungen in der Neurologischen Klinik sollen Rückschlüsse auf den individuellen Krankheitsverlauf ermöglichen.


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