Das Wort "Triggerpunkt" stammt aus dem Englischen "to trigger" und bedeutet "auslösen". Gemeint ist damit das Auslösen von fortgeleiteten Schmerzen. Dies ist eine typische Eigenschaft von Triggerpunkten; sie strahlen häufig Schmerzen in entfernte Körperregionen aus. Triggerpunkte entstehen oft als Folge von immer wiederkehrenden Bewegungen oder Stellungen. Die Symptome des so genannten "myofaszialen Schmerzsyndroms" sind Muskelschmerzen, Verkürzungen, Bewegungseinschränkungen und Kraftverlust. Das myofasziale Schmerzsyndrom kann sowohl junge Sportler wie auch ältere Menschen betreffen und ist eine häufige Ursache von chronischen und akuten Schmerzen am Bewegungsapparat.
Die Triggerpunkttherapie bewirkt einerseits, dass sich die Triggerpunkte auflösen und sich wieder gesundes Muskelgewebe bilden kann und andererseits, dass die Verklebungen im Bindegewebe verschwinden und die Muskeln wieder auf ihre volle Länge gedehnt werden können. Das Resultat ist eine Abnahme der Schmerzen, Verbesserung der Beweglichkeit und Kraftzunahme.
Die Weiterbildung in Manueller Myofaszialer Triggerpunkt-therapie definiert die pathophysiologischen Hintergründe (Äthiologie, Pathomechanismen und klinische Zeichen) der Triggerpunktphänomene. Schwerpunktmässig zeigt sie Strategien auf, Triggerpunkte in der Muskulatur exakt zu lokalisieren und manuell zu deaktivieren. Die Ausbildung ist in 2 Module zu je 5 Tagen (45 UE) aufgeteilt und sehr handlungsorientiert. Im Kursmodul 1 werden die wichtigsten pathophysiologischen Grundlagen der Triggerpunkt-Problematik definiert. Im weiteren lernen die Teilnehmer, Triggerpunkte in der Region Schulter, Rumpf und Becken gezielt zu untersuchen und professionell zu behandeln.
Kursinhalt:
- Befund, Diagnostik, Behandlung
- Grundlagen der Triggerpunkttherapie
- Lokalisieren der Punkte
- Funktionelle Behandlungstechniken in Verbindung mit myofaszialen Techniken
- Behandlung der Triggerpunkte mit mobilisierenden Weichteiltechniken, Dehnungen
Kursmodul 2 mit Schwerpunkt Entrapment, Triggerpunkte Arm/Hand, Bein/Fuß sowie Kiefer/Kopf findet 2009 statt.
|