Interdisziplinäre Zusammenarbeit
Gemeinsame und fachspezifische Aufgaben
Im Gegensatz zu einem multidisziplinären Ansatz (die Berufsgruppen arbeiten unabhängig von einander) arbeiten die Mitarbeiter der Neurologischen Klinik in einem interdisziplinären Konzept:
Die Teammitglieder aus den pflegerischen, therapeutischen und ärztlichen Fachbereichen verständigen sich über eine gemeinsame Zielsetzung, die von den jeweiligen Berufsgruppen mit dem entsprechenden Schwerpunkt verfolgt wird. Jeder Mitarbeiter arbeitet in den Grenzen seiner Disziplin, integriert aber die Informationen aus den anderen Fachbereichen in seine Behandlung.
Daneben sind berufsübergreifende "gemeinsame Aufgaben" definiert, die von mehreren Berufsgruppen gleichzeitig übernommen werden.
Diese "gemeinsamen Aufgaben" sind vor allem dem Bobath-, Kinästhetik-, Basale Stimulations- und Wahrnehmungskonzept entnommen, beinhalten aber auch allgemeine Handlungsstrategien z.B. für aphasische, kognitiv oder wahrnehmungsbetroffene Patienten.
Diese Form der Zusammenarbeit bietet eine doppelte therapeutische Effizienz: einerseits kommt dem Patienten die hohe Fachkompetenz des einzelnen Mitarbeiters zugute; andererseits profitiert er von der Durchgängigkeit des therapeutischen Handlings aller Berufsgruppen.
Als Forum für den Informationsaustausch dienen gemeinsame Visiten und Therapiebesprechungen, bei denen Mitarbeiter aller Berufsgruppen die Behandlungsschritte festlegen.
Unterstützung durch Hilfsdienste
Durch Stationssekretärinnen, Versorgungsassistentinnen und Mitarbeiter des Hol- und Bringedienstes wird der Pflegedienst von pflegefremden Tätigkeiten entlastet und kann sich auf die Kernaufgabe "Pflege" konzentrieren.