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Kliniken Miltenberg-Erlenbach GmbH
Stellungnahme zur Kooperation mit niedergelassenen Ärzten Miltenberg/Erlenbach, den 25.07.2008 ----- Nach den gescheiterten Gesprächen am vergangenen Mittwoch erneuern der Geschäftsführer und der Ärztliche Direktor der Kliniken Miltenberg-Erlenbach ihr Gesprächsangebot an die niedergelassenen Ärzte. „Wir sind für partnerschaftliche Gespräche mit unseren niedergelassenen Kollegen jederzeit offen – nur gemeinsam können wir die Herausforderungen des Gesund-heitssystems zur Zufriedenheit aller meistern. Wir wollen eine starke Kooperation mit den niedergelassen Ärzten in der Region“, macht Geschäftsführer Paterna deutlich. Der Anspruch einer guten medizinischen Versorgung in der Region verbindet Ärzte der Kliniken und niedergelassene Kollegen miteinander. „Die Kliniken Miltenberg und Erlenbach bieten eine Patientenversorgung, auf die Mitarbeiter und Bevölkerung stolz sein können“, so Paterna weiter. Angesichts der Alterung unserer Bevölkerung und begrenzter Mittel im Gesundheitssystem muss die gute medizinische Versorgung von morgen jetzt aktiv gemeinsam gesichert werden. „Gemeinsame Herausforderungen erfordern Dialog und gemeinsame Lösungen – darin liegt die Chance für die bestmögliche Versorgung hier im Landkreis. Gemeinsam sollten wir die Versorgungsstrukturen vor Ort gestalten. “. Der Ärztliche Direktor der Kliniken Miltenberg-Erlenbach, Prof. Dr. Christian Bruch, betont, dass gute Medizin von Innovationen lebt und daher Investitionen benötigt. Die an beiden Krankenhäusern klar notwendigen Investitionen in bauliche Maßnahmen und Medizintechnik sind nur finanzierbar, wenn entsprechende finanzielle Mittel erwirtschaftet werden. „So entstehen beste Voraussetzungen für eine gute Medizin hier vor Ort. Selbstverständlich werden uns ärztliche Diagnostik- und Therapiefreiheit von unserem Arbeitgeber vertraglich garantiert. Das ist in allen Kliniken der RHÖN-KLINIUM AG so und wird in der Praxis auch umgesetzt. Wir fühlen uns den uns anvertrauten Patienten absolut verpflichtet und handeln auch in allen Belangen entsprechend.“ Der ambulante Bereich (Niedergelassene Ärzte) und stationäre Bereich (Krankenhaus) werden zukünftig im Sinne der Patienten immer mehr zusammenwachsen. „Bei uns behandeln niedergelassene Ärzte ihre Patienten als Belegärzte auch im Krankenhaus oder nutzen unsere Medizintechnik wie z.B. Röntgenanlagen. Auch die Dialyse für unsere stationären Patienten wird durch die Kooperation mit einer Dialysepraxis gewährleistet. Das ist sehr sinnvoll und kommt unseren Patienten zugute“. Umgekehrt halten die Kliniken neben der 24h-Notfallambulanz beispielsweise eine ambulante Schmerztherapie vor. Selbstverständlich setzen wir auf die Partnerschaft zwischen ambulant und stationär arbeitenden Leistungsträgern. Schließlich ist ein Medizinisches Versorgungszentrum nur eine Form vieler denkbarer Kooperationsmöglichkeiten. Das Medizinische Versorgungszentrum in Erlenbach mit vier Fachärzten (Chirurgie, Neurochirurgie, Gynäkologie und Radiologie) kann – bei 169 Fach- und Hausärzten im Landkreis – kein ernsthaftes Hindernis dafür darstellen. Dies umso mehr, als Prof. Dr. Bruch die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Kollegen bisher als sehr vertrauensvoll kennengelernt hat. „Ich appelliere dringend, zum Wohle unserer Patienten miteinander partnerschaftlich umzugehen“, so Bruch weiter. Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG, macht deutlich, dass Wirtschaftlichkeit und gute Medizin keine Gegensätze sind, sondern sogar einander bedingen: „Seit mehr als 20 Jahren engagieren wir uns für eine solidarische Gesundheitsversorgung. Unser Unternehmensziel ist, gute Medizin für jedermann zu ermöglichen. Wirtschaftlichkeit ist hierfür eine ganz wichtige Voraussetzung – denn sie macht eine hochwertige Gesundheitsversorgung auf Dauer für jedermann bezahlbar.“ Zum Versorgungskonzept, welches in Zukunft ambulante und stationäre Leistungen verbinden wolle, erläutert Andrea Aulkemeyer, Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG: „Wir wollen den bevorstehenden Strukturwandel partnerschaftlich und mit Augenmass gestalten. Klar ist dabei, dass nur vor Ort über die konkrete Formen der Zusammenarbeit zwischen den Sektoren entschieden werden kann.“ „Wir entwickeln hierzu unser MVZ-Konzept weiter. Unser Angebot an die Ärzte ist es, ambulantes und stationäres Arbeiten miteinander zu verbinden, im Team zu arbeiten und durch flexiblere Arbeitszeiten Beruf und Familie besser zu vereinbaren. Konkret bieten wir Ärzten an, als Mitgesellschafter oder Geschäftsführer einer ambulant-stationären Einrichtung eine verantwortungsvolle Position zu übernehmen. Wir sehen darin einen interessanten Weg, medizinische Kompetenz mit eigenverantwortlichem Engagement/Unternehmertum zu verbinden.“ Wir wissen, dass Erfolg nur dann eintritt, wenn das Modell gefällt: „Wir orientieren uns mit unserem Angebot an den Bedürfnissen des ärztlichen Nachwuchses und der Bevölkerung.“ Aufgrund der fachlichen Nähe zur stationären Versorgung kommen vor allem Facharztbereiche (z.B. Chirurgie oder Radiologie) infrage. Die Hausärzte sind auch künftig ein wichtiger Bestandteil der wohnortnahen Versorgung. “Es ist nicht beabsichtigt, in der Region Hausarztsitze zu integrieren. Wir haben uns jedoch in anderen Regionen bereiterklärt, Hausarztsitze für den Fall zu erwerben, dass ansonsten die medizinische Versorgung gefährdet wäre. Die Tatsache, dass sich niedergelassene Kollegen, und zwar deutschlandweit für die Arbeit in einem MVZ entschieden haben, spricht doch für die Attraktivität des Konzepts.“
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