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Geschichte der Klinik

Das Klinikum Meiningen - Prototyp eines modernen Versorgungskrankenhauses
Im März 1995 konnte in beachtlicher Bauzeit von nur 27 Monaten das Klinikum Meiningen als erstes mischfinanziertes und privat geführtes Akutkrankenhaus Deutschlands und als erster Krankenhausneubau im Freistaat Thüringen nach der Wende eingeweiht werden.
Mit der Aufnahme unserer ersten Patienten im April 1995 war es dann soweit. Die Idee von einem neuen Klinikum in Meiningen zur Verbesserung der in der Region bestehenden prekären Krankenhausversorgung wurde Wirklichkeit.

Mit dem „Modell Meiningen“ wurde ein zukunftsweisendes Klinikkonzept mit Ausrichtung des Krankenhauses auf den Zustandsverlauf des Patienten, d. h. die Neugestaltung des Behandlungsprozesses von der Arzt- zur Patientenorientierung mit den entscheidenden Parametern

  1. kurze Wege
  2. Engpassbeseitigung
  3. logistisch geordnete Abläufe nach dem Flussprinzip

verwirklicht.

Als konkretes Musterbeispiel demonstriert das Klinikum seit seiner Eröffnung, wie Neuinvestitionen und konsequente Patienten- und Prozessorientierung – in Verbindung mit Managementleitlinien, in deren Mittelpunkt die qualitätsvolle Leistungen am/für den Patienten, wirtschaftliches Verhalten sowie aufgeklärte Mitarbeiterführung und -motivation stehen, zu erheblichen Rationalisierungseffekten führen.


Permanent steigende Fallzahlen bei sinkender Verweildauer und einem überdurchschnittlichen Bettenauslastungsgrad zeugen von einer hohen Patientenakzeptanz

  • Die stationären Patientenzahlen stiegen von 13.221 in 1995 auf 22.942 in 2005
  • Die jährliche Anzahl der operativen Eingriffe erhöhte sich von 6.390 in 1995 auf 12.398 in 2005
  • Der Auslastungsgrad der Krankenhausplanbetten betrug im Jahresdurchschnitt 2005 86,2 %
     

Durch ein flexibel funktionierendes Investitions- und Organisationsmanagement konnte der hohe medizinische Behandlungsstandard und die Versorgungsqualität kontinuierlich angehoben werden. Zu dem im Jahr 1995 eingesetzten Investitionsvolumen in Höhe von 95,1 Mio. € investierte der private Träger – die Rhön-Klinikum AG Bad Neustadt/Saale – inzwischen ca. 10,0 Mio. €. Die Liste der Neuanschaffungen bzw. Konfigurationsänderung bei der medizinisch-technischen Ausstattung ist lang.

Sie ist ein Spiegelbild für die Weiterentwicklung des Klinikums und reicht von der Einführung der digitalen Bildbearbeitung und -speicherung, der Neuronavigation, über den Wechsel des Computertomographen (CT) und Magnetresonanztomographen (MRT), zu Geräten mit breitem Untersuchungsspektrum und hoher Qualität bis hin zum Endoskopiesimulator „CI-Mentor“ einem Gerät,

welches es erstmalig ermöglicht, die Grundschritte der Endoskopie ausführlich realitätsnah und computerüberwacht außerhalb des Patienten zu lernen und damit eine reproduzierbare und zertifizierbare praktische Ausbildung vor dem ersten Patientenkontakt durchzuführen.

Darüber hinaus wurde durch die Etablierung neuer, dem anerkannten Stand der medizinischen Erkenntnisse und dem medizinischen Fortschritt entsprechende Behandlungsformen, wie z. B. die Behandlung akuter Schlaganfälle im Rahmen einer Stroke Unit-Einheit oder durch die Einführung der sogenannten "Kapselendoskopie" das Leistungsspektrum erweitert.