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Leistungsspektrum

Was bedeutet Visceral- und Onkochirurgie?

Der Schwerpunkt unserer Abteilung liegt in der chirurgischen Behandlung von Tumoren der Baucheingeweide, wobei im engeren Sinn die Verdauungsorgane gemeint sind.

Viscera bezeichnet im Griechischen die Eingeweide, der Begriff Onko bedeutet Anschwellung oder Tumor. Daher der Name unserer Abteilung, der auch mit (Bauch-) Eingeweide- und Tumorchirurgie übersetzt werden könnte.

An welchen Organen operieren wir?

Die Organe, an denen wir Operationen (chirurgische Eingriffe) durchführen, sind in dem nebenstehenden Schema farbig gekennzeichnet. Im Einzelnen sind das:

Welche Art von Tumoren behandeln wir?

Wir behandeln sowohl gut- als auch bösartige Tumoren der oben genannten Organe. Nicht alle, aber sehr viele Tumoren sind bösartig (maligne), die meisten davon Karzinome (im Volksmund „Krebs“). Neben den vor Ort entstandenen Tumoren (sog. Primärtumoren) operieren wir auch Tochtergeschwülste (Metastasen), z.B. in der Leber.

Außerdem führen wir bei schwarzem Hautkrebs (malignes Melanom) die weite Ausschneidung durch, einschließlich der Entfernung des sog. Wächterlymphknotens (sentinel lymph node), den wir hier vor der Operation sowohl markieren als auch während der OP mit einer speziellen Sonde orten können. Der Knoten wird dann innerhalb einer ½ Stunde feingeweblich untersucht. Sollte er mit Tumorzellen befallen sein,  führen wir eine komplette Entfernung aller Lymphknoten (sog. Lymphknotendissektion) der betroffenen Körperregion während derselben Operation durch.

Was umfasst die Behandlung neben der Operation?

Die Behandlung umfasst nicht nur die Operation (das „Herausschneiden“) der Tumoren, sondern auch die Vor- und Nachbehandlung einschließlich spezieller Voruntersuchungen (z.B. Magen-/ Darmspiegelung, Ultraschall, Computertomogra-phie, Röntgenuntersuchung).

In Abhängigkeit von Tumorart, Tumorsitz und Tumorgröße kann eine Vorbehandlung durch Bestrahlung und Chemotherapie sinnvoll sein. Ziel dieser sog. neoadjuvanten Radio- und / oder Chemotherapie ist es, den Tumor zumindest etwas zu verkleinern, so dass er dann bei der Operation mit ausreichendem Sicherheitsabstand entfernt werden kann. Die vollständige Entfernung des Tumors mit Sicherheitsabstand (sog. R0-Resektion) ist die (beste) Voraussetzung für eine Heilung.

Eine Radio- und / oder Chemotherapie nach der Operation (adjuvant) empfehlen wir in Abhängigkeit von der „Tumorformel“ (sog. Staging). Nach Vorliegen des feingeweblichen Untersuchungsergebnisses (Histologie) wird der Befund im Tumorteam gemeinsam mit Fachkollegen aus den Abteilungen für Innere Medizin (Gastroenterologie), Hämato-Onkologie und Strahlentherapie besprochen. Dadurch wird für jeden Patienten das weitere Vorgehen individuell und unter Einbeziehung des zuweisenden Hausarztes abgestimmt.

Was wird außer Tumoren an der Abteilung operiert?

Ein zusätzlicher Schwerpunkt unserer Abteilung ist die Behandlung und Operation bei akuter und insbesondere chronischer Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis). Hier verfügen wir über sehr große Erfahrungen und können alle gängigen Operationsverfahren durchführen, so dass die Behandlung ganz individuell erfolgt und auf „Ihren speziellen Fall“ abgestimmt wird. Insbesondere bieten wir die Zwölffingerdarm-erhaltende Entfernung des entzündlichen Pankreaskopftumors (sog. duodenumerhaltende Pankreaskopfresektion) an. 

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