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Die große Bedeutung des Kleinhirns und der Basalkerne für das motorische Lernen

Veranstaltungsart:Fortbildungsreihe
Thema:Die große Bedeutung des Kleinhirns und der Basalkerne für das motorische Lernen 
Leitung:Die Verstaltung wird von Dr. Damir Lovric vertreten.
Dr. Lovric ist Psychologe und Neuroanatom.
Termin:20.02. - 21.02.2012
Anmeldung:Telefonisch unter (08465) 175-106 oder hier im Internet unter Fortbildungszentrum 
Gebühr:220 Euro 
Zielgruppe:PhysiotherapeutInnen, LogopädInnen, ErgotherapeutInnen, PsychologInnen, PädagogInnen, ÄrztInnen, ZahnärztInnen und weitere Fachleute aus dem Gesundheits- und Erziehungswesen sowie alle „Neu(ro)gierigen“ 
Fortbildungspunkte:Das Seminar wird mit 14 Fortbildungspunkten der Bayerischen Landesärztekammer bewertet. 

Wir bewegen uns, um Probleme zu lösen! Je länger man darüber nachdenkt, desto überzeugter wird man davon: Das faszinierende motorische System kann Gedanken und Intentionen in Bewegungen umsetzen. Dank des motorischen Systems können wir kommunizieren, uns verständlich machen, auf-, ab-, umbauen, schreiben, lesen und die Welt in Bewegung setzen.

Jedes Verhalten benötigt die koordinierte, variierte und integrierte Aktion der Muskeln. Diese Komplexität wird vom Nervensystem gesteuert, da es unterschiedliche Reize aus der Umgebung empfangen, transportieren, abwägen, filtern und verarbeiten kann. So erhält das motorische System die Botschaften, mit denen es die über 750 Muskeln (Effektoren) steuern kann.

Für das motorische Lernen ist das Erfassen der Lernaufgabe eine Voraussetzung. Der motorische Lernprozess kann auch als motorischer Aneignungsprozess verstanden werden. Dieser motorische Lernprozess ist die Grundlage für das motorische Gedächtnis. Das „motorische Gedächtnis“ geht über das motorische Lernen hinaus, da es auch die Konsolidierung, Speicherung und Abrufbarkeit der erlernten Bewegungen beinhaltet. Grob-, Feinkoordination und ihre Stabilisierung mit den variablen notwendigen Anpassungen gehören ebenfalls zum motorischen Gedächtnis. Diese komplexen, faszinierenden Prozesse und ihre anatomischen Strukturen und deren Verbindungen zu therapeutischen Maßnahmen werden in diesem Kurs genauestens unter die Lupe genommen.

Inhalt

  • motorisches Lernen versus motorisches Gedächtnis
  • klassische Definition und aktuelles Wissen über das Kleinhirn und die Basalkerne
  • Cerebellum und Kognition
  • Muskeltonus versus Muskelkraft: Rigor, Hypokinesie, Tremor
  • Vaskularisation des Kleinhirns und der Basalkerne: anatomische Korrelate der Enzephalo-Vaskulären Insulte
  • Vestibulo-, Spino- und Cerebro-Cerebellum: Anatomie, Funktion und ihre Störungen
  • Kleinhirnkerne und APAs (Anticipatory Postural Adjustments)
  • Cerebellum, Vestibulariskerne und Augenbewegungen: Vestibulo-Okuläre Reflexe (VOR), Okuläre „Tilt“-Reaktionen (OTR), Sakkaden, Nystagmus
  • Vestibulariskerne und Formatio reticularis und die Modulation der spinalen Motoneurone: mediales und lateralis    System
  • Parietalhirn und die Innere Repräsentation des motorischen Gedächtnisses
  • Basalkerne: Lokalisation und Funktion (Bewegungsförderung und Bewegungshemmung) und der Zugriff auf die   efferenten kortikalen Traktsysteme
  • Basalkerne und Minus-Symptomatik: Parkinson
  • Basalkerne und Plus-Symptomatik: Dystonie, Athetose, tardive Dystonie, Choreatische Syndrome, Tic-Störungen   (Tourette-Syndrom), ADHS, Zwangsstörungen (Zwangsgedanken mit affektiven Komponenten)

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