
Seit Februar 2009 steht der Klinik ein 5. OP-Saal, der sogenannte Hybrid-OP, mit einer Hochleistungsangiographieanlage zur Verfügung. Die Besonderheit dieses OP-Saales ist das Zusammenbringen zweier für sich selbständiger medizinischer Fachrichtungen - Kardiologie und Herzchirurgie - um eine neue Behandlungsmethode einzuführen. Dabei handelt es sich um die Implantation von biologischen Aortenklappen auf kathetergestützem Weg. Eine Durchtrennung des Brustbeines für den Zugang zum Herzen ist hierfür nicht mehr nötig. Stattdessen wird die Herzklappenprothese entweder über die Schlagader in der Leiste (transfemoral) oder einem kleinen Schnitt an der linken Brustkorbseite über die Herzspitze (transapikal) platziert. Diese Implantationstechnik eignet sich vor allem für ältere Patienten, für die das Risiko eines normalen operativen Herzklappenersatzes zu groß wäre. Die Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe hat sich national und international bei diesem Verfahren einen sehr guten Ruf erworben.
Das Team aus Kardiologe und Herzchirurg findet im neuen Hybrid-OP der Klinik für Herzchirurgie Karlsruhe optimale Voraussetzungen für die zukunftweisende Technik der minimalinvsiven Aortenklappenimplantation vor. Das nachfolgende Bild zeigt den Hybrid-OP.

Zur Verbesserung der Diagnostik zählt auch ein 3-D-Ultraschallgerät mit dreidimensionaler Ösophagussonde. Es ergänzt den modernen Gerätepark der Klinik. Wir benötigen es zur realtitätsgetreuen Abbildung von Strukturen des Herzens. Das Operationsergebnis lässt sich auf diese Weise noch genauer beurteilen. Zum Einsatz kommt diese Technik z.B. bei minimalinvasiven Mitralklappenrekonstruktionen sowie minimalinvasiven Aortenklappenimplantationen und allen sonstigen rekonstruierenden Eingriffen am Herzen. Das 3-D-Ultraschallgerät liefert damit einen wertvollen Beitrag zur Qualitätssicherung.