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Herzzentrum Leipzig GmbH - Universitätsklinik
40 Kunstherzpatienten auf Nikolaus-Tour Leipzig, 6. Dezember 2011 ----- Weihnachtsstimmung verbreitete sich bereits heute im Herzzentrum Leipzig als 40 Kunstherzpatienten gemeinsam mit PD Dr. Markus Barten, der für Herztransplantation verantwortliche Kardiochirurg, zum Leipziger Weihnachtsmarkt aufbrachen. Ausgestattet mit den passenden Nikolaus-Mützen genossen die 35 Männer und 5 Frauen die Ablenkung vom sorgenvollen Alltag. Weihnachtsmärkte, Weihnachtsdüfte und das geschäftige Treiben in der Vorweihnachtszeit sind für die meisten Menschen selbstverständlich; manchmal sogar lästig. „Kunstherzpatienten wissen diese Momente oftmals besser zu schätzen“, so PD Dr. Barten. „Mit diesem gemeinsamen Ausflug unter ärztlicher Aufsicht möchten wir den Betroffenen Mut und Zuversicht vermitteln, ein normales Leben zu führen.“ Neben den klinischen Obliegenheiten sieht es das Team des Herzzentrums Leipzig als seine Aufgabe an, die Vorbehalte gegenüber Kunstherzen abzubauen, diese Systeme als sehr gute Übergangslösung für den Weg zur Transplantation anzuerkennen und schlussendlich damit auch die Einstellung der Öffentlichkeit zur Organspende positiv zu beeinflussen. „Als herztransplantierter – oder Kunstherzsystem-Patient kann und sollte man sich frei bewegen“, versucht PD Dr. Barten die oft vorherrschenden Ängste zu bekämpfen. „Kunstherzsystem sind heute nicht größer als die Handfläche eines Erwachsenen. Dadurch können wir die Betroffenen wieder in Ihren Alltag eingliedern und Ihnen ein Leben im häuslichen Umfeld, eingebetet in die Familie, bieten.“, erläutert PD Dr. Barten. Andreas Klein, einer der teilnehmenden Kunstherzpatienten kann dies nur bestätigen: „Seit über 4 Jahren habe ich ein solches Kunstherz und bin froh über jeden Tag. Am Anfang bereiteten mir die Abhängigkeit von der Technik und zugleich die stetige Gefahr einer Infektion immer wieder Schwierigkeiten. Schnell führt dies zu einem Rückzug in die Einsamkeit. Ich bin froh über Aktionen wie diese, denn wir zeigen damit, dass wir – auch mit einem Kunstherz – ganz normal am gesellschaftlichen Leben mitten unter tausenden Menschen teilnehmen können.“ Am Ende des Ausflugs resümieren alle Beteiligten, dass dieser Tag wohl ein besonderer Teil des diesjährigen Weihnachtsfestes war. „Den schließlich sind wir doch schon so etwas wie eine große Familie“ schmunzelte Andreas Klein. Derzeit warten in Deutschland rund 12.000 schwerkranke Menschen auf ein Spenderorgan. Die Entscheidung für Organspende ist eine kleine Geste von Vielen zum Wohle für Wenige. Information über Organspende gibt des im Internet (www.dso.de, www.hltxev.de) und Organspendeausweise sind erhältlich in Krankenhäusern, beim Hausarzt oder in Apotheken.
************** Über das Herzzentrum Leipzig: Das Herzzentrum Leipzig bietet mit seinen 380 Betten und 10 tagesklinischen Betten in den drei Kliniken, Klinik für Herzchirurgie, Klinik für Innere Medizin/Kardiologie (inkl. der Abteilung für Rhythmologie) und Klinik für Pädiatrie/Kinderkardiologie sowie den Abteilungen für Anästhesiologie und Radiologie Hochleistungsmedizin rund um das Herz. Unter der Leitung international erfahrener Ärzte und namhafter Wissenschaftler arbeitet am Herzzentrum Leipzig ein Team von mehr als 1.300 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Seit der Inbetriebnahme im September 1994 besteht mit dem Freistaat Sachsen und der Universität Leipzig ein Kooperations- und Nutzungsvertrag, der dem Haus den Status einer Universitätsklinik verleiht. Das rechtlich und wirtschaftlich selbständige Herzzentrum ist Teil der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Das Herzzentrum Leipzig ist eine 100-prozentige Tochter der RHÖN-KLINIKUM AG, die den unternehmerischen Rahmen dafür geschaffen hat, dass die Klinik erfolgreich wirtschaften und damit einen wesentlichen Teil des Gewinns wieder in hochwertige Medizin und das Wohl der Patienten investieren kann. Auf diese Weise können dauerhaft eine qualitativ hochwertige, bezahlbare Versorgung der Patienten und international erstklassige Leistungen in universitärer Forschung und Lehre sichergestellt werden.
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