|
Klinik für Kardiologie, Angiologie, Intensivmedizin (Medizinische Klinik I)
Kardiologie (Herzerkrankungen) Der besondere Schwerpunkt der Medizinischen Klinik I liegt in der Betreuung von Patienten mit Herz- und Kreislauferkrankungen, welche nach wie vor die Krankheits- und Todesursachenstatistik nicht nur in Deutschland anführen. Echokardiografie (Ultraschalluntersuchung des Herzens):
Kontakt: Echokardiografielabor, Tel. 05121 / 89 - 4816
Invasive Kardiologie im Herzkatheterlabor: Herzkathetersekretariat (Frau Schreter): Tel. 05121/89-4584, Fax: 89-4466 Leitender technischer Angestellter Herr Achim Breier, Tel. 05121/89-4725, Im Herzkatheterlabor werden die Patienten von speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegepersonal betreut. In Kooperation mit den beiden kardiologischen Praxen in Hildesheim (Dr. W. Ujak und Dr. U. Röttger) erfolgen die Herzkatheteruntersuchungen und -behandlungen. Von den Kardiologen des Krankenhauses werden Akut-Ballonaufweitungen und Stentimplantationen bei Herzinfarkt und ebensolche Eingriffe bei Patienten mit Angina pectoris bei Verengungen der Herzkranzgefäße durchgeführt. Seit 1994 beteiligen wir uns an einem Programm zur freiwilligen externen Qualitätskontrolle bei Katheterbehandlungen des Herzens, das durch die ALKK (Arbeitsgemeinschaft leitender kardiologischer Krankenhausärzte e.V., ca. 60 überwiegend nichtuniversitäre Kliniken bundesweit) durchgeführt wird. Dort wird jede Untersuchung/Behandlung gemeldet. In den folgenden beiden Videoclips (durch Klick aktivieren) sehen Sie ein Beispiel für eine Wiedereröffnung einer im Rahmen eines Herzinfarktes verschlossenen Herzkranzarterie durch Ballonkatheterdehnung und Stentimplantation (Gefäßstütze):
Bei Patienten mit ausschließlicher Verengung der Mitralklappe kann bei uns eine Aufweitung durch Herzkatheter erfolgen (Mitralklappensprengung, Valvuloplastie). Herzschrittmacherbehandlung In Zusammenarbeit mit der Chirurgischen Klinik I werden Herzschrittmacher eingesetzt. Die Prüfung der Notwendigkeit einer Schrittmacherimplantation erfolgt in der Kardiologischen Klinik. In einigen Fällen sind zur Erfassung von Herzrhythmusstörungen sog. Event-Rekorder (Ereignis-Rekorder) sehr nützlich. Das sind kleine Geräte, die der Patient selbst bedienen kann, um kurzfristig auftretende Rhythmusstörungen des Herzens zu dokumentieren. Bei Ohnmachtszuständen unklarer Ursache kann man solche Geräte (so groß wie ein Feuerzeug) auch ohne Probleme unter die Haut einsetzen, damit sie selbsttätig Rhythmusstörungen erfassen können. Erst mit Hilfe dieser Geräte kann manchmal geklärt werden, ob ein Herzschrittmacher erforderlich ist. Ein Herzschrittmacher ist immer dann erforderlich, wenn das Herz anfallsweise oder dauernd zu langsam schlägt oder sogar stillsteht. Mittels eines kleinen Eingriffes, der meist in örtlicher Betäubung erfolgt, wird das Aggregat unterhalb des rechten oder des linken Schlüsselbeines unter der Haut eingesetzt und über eine Vene durch spezielle elektrische Leitungen, die Schrittmachersonden, mit dem Herzen verbunden. Je nach Art der Herzrhythmusstörung werden die Sonden in einer (Einkammersystem) oder zwei Herzkammern (Zweikammersystem), nämlich der rechten Vorkammer und/oder der rechten Hauptkammer fixiert. Durch regelmäßige elektrische Impulse zeigt der Schrittmacher dem Herzen an, wann es schlagen soll. Dabei kann der Schrittmacher seine Frequenz und damit die des Herzens der jeweiligen körperlichen Belastung anpassen. Wenn das Herz selbst genügend eigene Schläge erzeugt, nimmt dies der Schrittmacher wahr und hält sich zurück. Bei zu starkem Absinken der Herzfrequenz setzt er sofort wieder mit der vorgegebenen Frequenz ein. Die Funktionskontrollen nach der Implantation erfolgen ambulant in der Herzschrittmacher-Sprechstunde der kardiologischen Klinik. Je nach Art des Herzschrittmachers und abhängig wie lange dieser schon gearbeitet hat, erfolgen die Kontrollen ein- bis viermal im Jahr, bei zwischenzeitlich auftretenden Problemen aber jederzeit eher. Kontakt: Herzschrittmachersprechstunde OA Dr. A. von Werder und OA Dr. M. Dedroogh,Tel. 05121/89-4417/4817 oder 89-0
Elektrophysiologie (EPU), Ablation, implantierbarer Defibrillator (ICD) und Resynchronisationsbehandlung Ein besonderes Spezialgebiet der Klinik stellt die Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen dar. Umfangreiche Untersuchungen zur Ablation bei paroxysmalem Vorhofflimmern (Pulmonalvenenisolation) nehmen einen sehr aktuellen und zunehmenden Stellenwert ein. Es wird versucht Patienten mit medikamentös nicht beherrschbarem, anfallsartigem Vorhofflimmern durch eine Ablation zu helfen, ohne dass ein Schrittmacher eingesetzt werden muss. Bei Patienten mit ausgeprägter Herzschwäche (Herzinsuffizienz) trotz optimaler medikamentöser Behandlung und gleichzeitiger Erregungsleitungsstörung im EKG (Linksschenkelblock mit QRS-Komplex: >120-150 ms) kann durch die Implantation eines speziellen Herzschrittmachers (biventrikuläre Stimulation, auch cardiale Resynchronisationstherapie = CRT genannt) oft eine wesentliche Besserung der Belastbarkeit und auch Lebensverlängerung erreicht werden. Nicht selten können Patienten, denen sprichwörtlich das „Wasser bis zum Hals“ steht nach Einbau eines solchen Schrittmachers anschließend wieder ein normales Leben führen. Kontakt: Die Kernspintomographie des Herzens (kardiales MRT) kann mittels modernster Technologie am Hause für spezielle Fragestellungen (Durchblutungsstörungen des Herzmuskels, Suche nach Herzinfarktnarben, Fehler des Herzens und der angrenzenden großen Gefäße) eingesetzt werden. Die Untersuchungen werden in Kooperation mit dem Institut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin (Dr. Werhand) durchgeführt. Ansprechpartner:
|



RIVI zu
RIVI offen nach PTCA