Institut für Bildgebende Diagnostik und Interventionelle Radiologie
Brustdiagnostik
Leider erkrankt in Mitteleuropa jede 10. Frau im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Brustkrebs ist in Deutschland nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.
Unser Institut ist aktiver Teil des zertifizierten Brustzentrum im Klinikum Hildesheim. Darüberhinaus partizipieren wir an den multidisziplinären Fallkonferenzen der Mammographiescreening-Einheit Süd-Niedersachsen und folgerichtig auch an der Aklärungsdiagnostik von unklarem Mikrokalk durch Vakuumstanzbiopsien.
Apparativ stehen uns alle modernen bildgebenden Verfahren zur Abklärung von Brusterkrankungen zur Verfügung.
Die Mammographie (ab 03/2008 als höchst sensitive digitale Vollfeldmammographie!) bleibt dabei die bildgebende Basisdiagnostik, die insbesondere bei sehr jungen Frauen, bei Frauen mit sehr dichten (parenchymreiche oder mastopathische Brust) oder bei unklaren Befunden durch die hochauflösende Mamma-Sonographie ergänzt wird. Hierbei stellt die Sonographie ein komplementäres, ergänzendes Verfahren dar, welches leichte Schwächen der Mammpgraphie häufig auszugleichen in der Lage ist.
Darüberhinaus setzen wir die hochsensitive Mamma-MRT (über 98%-iger Nachweis von invasiven Karzinomen!) insbesondere bei unklaren Herdbefunden, bei der Differenzierung von Narbengewebe und Tumorgewebe, bei der Frage nach Multifokalität (mehrere Tumorherde?) prätherapeutisch und bei der speziellen Abklärung von Prothesen bzw. Implantaten und deren Komplikationen sowie nach plastisch-rekonstruktiven Verfahren nach Mamma-Ablatio mit hoher Expertise ein. Diese Unter-suchung kann i.d.R. ambulant durchgeführt werden, die Untersuchungsdauer beträgt etwa 15 Minuten im Gerät (in Bauchlage), die Auswertung kann schnell die doppelte Zeit in Anspruch nehmen.
Unklare Mikroverkalkungen werden heutzutage nur noch in wenigen Fällen primär durch einen kleinen operativen Eingriff abgeklärt. Hierbei hilft auch außerhalb des Screenings die ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführte Vakuumstanzbiopsie „gutartigen von bösartigen Mikrokalk“ zu unterscheiden. Die diagnostische Maßnahme dauert etwa eine Stunde und wird in Bauchlage getätigt.
Vor Operationen markieren wir Röntgen-, Sonographie- oder MRT-gesteuert nicht tastbare Herde und Tumoren, um die sichere und komplette Entfernung zu gewährleisten.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns oder die Kollegen der Gynäkologie (Dr. Kauffels, Dr. Lehmann).
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Vakuumbiopsie-Tisch in unserem Institut (Fa. LORAD) |
In der Mammographie (linkes Bild, dichte Brüste) sind die 3 bösartigen Tumoren weitaus weniger gut zu erkennen als in der Mamma-MRT (rechtes Bild, helle Herde!)