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Brustzentrum des Klinikum Hildesheim

Sehr geehrte Patientin,

wir möchten nicht versäumen, Sie über Studien im Rahmen der Brustkrebsbehandlung aufzuklaren.

Wie funktionieren Studien?

In den letzten Jahren hat die Krebsforschung gerade bei Brustkrebs entscheidende Fortschritte gemacht. Das sich in diesem Bereich der Onkologie neue Heilungschancen ergeben haben, ist nicht zuletzt Frauen zu verdanken, die bereit waren, neue Verfahren im Rahmen von Therapiestudien zu testen. Diese Studien dienen dazu eine Krebstherapie zu finden, die einen Tumor so wirksam wie möglich und so nebenswirkungsarm wie möglich bekämpft.
„Klinische Studien“ haben nichts mit experimentieren zu tun – im Gegenteil, sie stehen  am Ende einer oft jahrzehntelangen Vorbereitungszeit. Bevor ein Medikament überhaupt zur Behandlung am Menschen zugelassen wird, muss es erst über Jahre im Labor an Tieren getestet werden. Wenn eine Substanz dann zugelassen ist, wird sie jahrelang besonders sorgfältig beobachtet und überwacht.
Wenn Sie sich überlegen, ob Sie an einer Studie teilnehmen ist es wichtig zu wissen: Patienten müssen immer die beste Therapiemöglichkeit erhalten, die es gibt. Leider wissen viele Krebspatienten, überhaupt die therapeutische Hilfe suchen, nicht daß es solche Studien gibt. Dabei kann die Teilnahme an einer geeigneten Therapiestudie unter Umständen frühzeitig Zugang zu neuen Behandlungsmöglichkeiten eröffnen und neue Chancen der Krebsbekämpfung und Heilung liefern.
Nachfolgend sind die derzeit bei uns am häufigsten durchgeführten Studien aufgeführt und kurz erklärt. Ausführliche Aufklärung werden Sie durch den behandelnden Arzt jeder zeit erhalten.

  1. GAIN-Studie: Dies ist eine multizentrische klinische Studie zum Vergleich von Chemotherapien bei Patientin mit positiven Lymphknoten, bei Brustkrebs-Nachoperation unabhängig von Bestrahlung und Hormontherapie.
  2. NNBC3-Studie: Vergleich von Chemotherapien mit klinisch negativen Lymphknoten, Voroperation bei Brustkrebs und hohem Rezidivrisiko, unabhängig von Bestrahlung und Hormontherapie.
  3. ICE-Studie: Für ältere Patienten über 64 Jahre mit Brustkrebs, unabhängig vom Lymphknotenstatus, unabhängig von der Hormontherapie. Die Patienten erhalten ein Abbaupräparat für den Knochen, ggf. ein Chemotherapeutikum als Tablette.
  4. IBIS-II-Studie: Hier besteht die Möglichkeit der Behandlung von Vorstufen, sowie Patienten mit erhöhtem Brustkrebsrisiko.
  5. ARA Plus-Studie: Auch hier eine Behandlung des Brustkrebses bei Nichtvorhandensein von Metastasen bei Risikopatientin mit befallenen Lymphknoten.

Ihr Brustzentrumsteam
Chefarzt Frauenklinik Dr. Kauffels
Leitung Brustzentrum Dr. Lehmann
Oberärztin Gynäkologie Frau König