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Computertomographie des Skelettsystems



Kurzbeschreibung

Die Computertomographie (CT) verwendet eine spezielle Röntgenausrüstung, die um den Patienten  rotiert und mit der schichtweise unterschiedliche Regionen des Skelettsystems dargestellt werden können. 

Anwendung

Die Computertomographie dient der Beurteilung von Knochen und Gelenkflächen bei Verschleißerscheinungen oder bei verunfallten Patienten sowie dem Nachweis von Entzündungen oder Tochtergeschwülsten.

Untersuchungsvorteile

Die Computertomographie ist schnell durchführbar und ermöglicht innerhalb von Minuten eine Aussage über mögliche krankhafte Veränderungen des Skelettsystems. 
    

Vorbereitung
 
Eine spezielle Vorbereitung für die Computertomographie des Skelettsystems ist nicht notwendig. Falls die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht, muss der Radiologe/die Radiologin oder das medizinisch-technische Untersuchungspersonal davon informiert werden. In vielen Fällen kann eine alternative Untersuchung angeboten werden, um das Ausmaß der Röntgenstrahlenbelastung für den Fötus möglichst niedrig zu halten bzw. ganz zu vermeiden.Bei speziellen Fragestellungen kann die Applikation eines intravenösen Kontrastmittels während der Untersuchung zusätzlich erforderlich sein. Hierüber klärt Sie der untersuchende Arzt dann aber gesondert auf.

Untersuchungsgerät
 
Der Computertomograph ist ein großes, viereckiges Gerät mit einer runden, relativ weiten Öffnung in der Mitte. Der Patient liegt in der Regel auf dem Untersuchungstisch, der höhenverstellbar ist und mit dem er in die Öffnung des Gerätes bewegt werden kann. Innerhalb der Maschine befindet sich eine Röntgenröhre auf einem rotierenden Rahmen.

Dieser Rahmen umkreist während der Untersuchung zügig den Patienten bzw. den zu untersuchenden Skelettbereich, während ein auf dem Rahmen mitrotierendes Empfangssystem aus Halbleiterdetektoren, welches exakt gegenüber der Röntgenröhre angebracht ist, die aus dem Körper austretende Röntgenstrahlung in ihrer Schwächung richtungsabhängig erfaßt.

Ein angeschlossenes Computersystem kann später dann aus den so gewonnenen Daten (Rohdaten) Röntgenschnittbilder aus wiederum verschiedenen Raumrichtungen berechnen.

Durchführung
 
Während der Untersuchung befindet sich der Patient infolge der freiwerdenen Röntgenstrahlung allein im Untersuchungsraum. Die Anwesenheit von Angehörigen oder Freunden im Untersuchungsraum ist infolge der frei werdenden Röntgenstrahlung dann nicht gestattet. Der Kontakt zwischen dem Untersuchungspersonal und dem Patienten bleibt aber für die gesamte Aufnahmezeit durch ein Sichtfenster zwischen dem Schalt- und Untersuchungsraum und eine Sprechanlage gewahrt. 
    

Bei der Aufnahme kann es infolge der Rotationsbewegung der Röntgenröhre und des Detektorsystems zu einer geringen Geräuschentwicklung für den Patienten kommen, die aber nicht gesundheitsbedenklich ist. Der Patient wird im Vorfeld der Untersuchung aber darauf hingewiesen, um während der Untersuchung dadurch nicht beunruhigt zu werden.

Die bei der Untersuchung gewonnen Rohdaten werden von einem angeschlossenen Computersystem verarbeitet. Aus Ihnen können später Schnittbilder des Skelettabschnittes aus verschiedenen Raumrichtungen am Computer erstellt werden. Diese Querschnittbilder werden auch Tomogramme genannt. Sie haben der Computertomographie ihren Namen gegeben. 

Schmerzempfindung
 
Die CT-Untersuchung an sich verursacht keine Schmerzen. 

Befunderstellung
 
Ein erfahrener Radiologe/eine erfahrene Radiologin analysiert die Aufnahmen und erstellt den Befund. Der Befund wird dem zuweisenden Arzt mitgeteilt, der ihn dann dem Patient übermittelt. 

Risiken
 
Der Patient wird  bei der Computertomographie Röntgenstrahlung ausgesetzt. Die effektive Strahlenexpositon beträgt bei einer Computertomographie der Wirbelsäule ungefähr 4-6 mSv. Das entspricht etwa dem 2- bis 3-fachen der durchschnittlichen jährlichen natürlichen Hintergrundstrahlung in Deutschland.

Das Risiko einer ernsthaften allergischen Reaktion jodhaltiger Kontrastmittel ist selten. Das am Computertomographen beschäftigte Personal ist für den Ernstfall exzellent geschult. 


Gegenanzeigen
 
Während einer Schwangerschaft muss die Indikation für eine Untersuchung sehr streng geprüft werden.