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Ultraschall des Skelettsystems


Kurzbeschreibung

Der Ultraschall basiert auf der Aussendung von hochfrequenten Ultraschallwellen und deren Empfang nach Wechselwirkung im Gewebe. Durch Bestimmung der Laufzeit zwischen Aussendung und Wiedereintreffen der Ultraschallwellen am Schallkopf kann die Tiefe im Gewebe bestimmt werden. Durch Aneinanderreihung dieser Informationen können Grauwertbilder erzeugt werden. Eine Röntgenstrahlenbelastung erfolgt nicht.


Anwendungen

Das Verfahren hat sich als sehr hilfreich in der Diagnostizierung von Erkrankungen des Muskels, der Sehnen, Bänder, Gelenke und der Weichteile erwiesen. Der Ultraschall übermittelt die Bilder in Echtzeit. Somit können sowohl Funktionsuntersuchungen des Bewegungsapparates, als auch der Körperorgane durchgeführt werden.

    

Untersuchungsvorteile

Die Ultraschalluntersuchung ist nicht nur schmerzlos und schonend, sondern auch schnell und kostengünstig durchführbar und flächendeckend verfügbar. 
Während der Ultraschalluntersuchung kommt es zu keiner Strahlenbelastung. Dies ermöglicht auch kurzfristige Verlaufskontrollen von Erkrankungen ohne Risiken für den Patienten. Demzufolge fndet der Ultraschall u.a. auch gerne in der Schwangerschaft, in der Geburtshilfe und in der Kinderheilkunde Anwendung.
Der Ultraschall liefert Echtzeitbilder der untersuchten Organe. Somit können Funktionsstudien durchgeführt werden (z.B. Nachweis oder Ausschluss von Muskelsehnenrissen). Des weiteren können invasive Verfahren wie Kortisoninjektionen, Entnahme von Gewebe mittels Nadel und Gewinnung von Flüssigkeit aus Gelenken oder anderen Höhlen durchgeführt werden. Die Ultraschalluntersuchung kann eine sehr gute Alternative bei Patienten mit Kontraindikationen für eine magnetresonanztomographische Untersuchung (Platzangst, elektronische Geräte wie Herzschrittmacher oder magnetisierbare Prothesen) sein.


Vorbereitung
 
Eine spezielle Vorbereitung für den Ultraschall des Bewegungsapparates ist nicht notwendig. Vor der Untersuchung wird der Patient üblicherweise vom Radiologen aufgeklärt.

Untersuchungsgerät
 
Die Anlage besteht aus einem oder mehreren Ultraschallköpfen und einem Computer mit Monitor.

Durchführung
 
Der Patient kann im Liegen oder im Sitzen untersucht werden. Je nach Untersuchungsregion kann die Untersuchung bis zu 45 Minuten dauern. Der Untersucher trägt das Gel auf die Haut auf, dann drückt er den Schallkopf fest gegen die Haut in Höhe der untersuchenden Region. Das Ultraschallbild erscheint sofort auf dem Monitor und kann vom Untersucher im Computer gespeichert werden. 

    

Schmerzempfindung
 
Die meisten Ultraschalluntersuchungen sind relativ schnell durchzuführen und werden vom Patienten sehr gut vertragen. Falls die Untersuchung im Bereich einer schmerzhaften Region durchgeführt wird, kann es dann zu geringen untersuchungsbedingten Schmerzen kommen. Sonst ist die Untersuchung schmerzlos.


Befunderstellung
 
Ein erfahrener Radiologe analysiert die Aufnahmen und erstellt den Befund. Der Befund wird dem zuweisenden Arzt mitgeteilt. Der Patient bekommt den Befund von seinem zuweisenden Arzt.

Risiken
 
Der diagnostische Ultraschall in der Medizin ist nicht gesundheitsschädlich.

Gegenanzeigen
 
Es besteht eine eingeschränkte Beurteilbarkeit des Knochengewebes. Hierfür sind die konventionelle Röntgenuntersuchung und die Computertomographie geeignet.