|
Durch diesen Zugangsweg werden Operationen an den Eierstöcken und Eileitern an und in der Gebärmutter sowie die Behandlung der Endometriose durchgeführt. Durch Entfernung der Myome mit entsprechender Nahttechnik ist die Erhaltung der Gebärmutter möglich.
Als eine von nur wenigen Kliniken in Deutschland führen wir auch die laparoskopische Hysterektomie (Entfernung der Gebärmutter) durch.
Im Rahmen der Brustchirurgie wird neben den Krebsoperationen die Brustverkleinerung sowie Brustvergrößerung sowohl aus medizinischer Indikation als auch aus kosmetischen Gründen angeboten.
Die Behandlung des Brustkrebs steht im Zeichen der brusterhaltenden Operation, wobei auch plastische Operationen unter Verwendung von Eigengewebe (z. B. Latissimus-dorsi-Lappen) oder Silikon-Implantaten angewendet werden. Das innovative Verfahren der Entfernung des Wächter-Lymphknotens (sentinel) ist ebenfalls fester Bestandteil unseres Behandlungskonzeptes.
Die gesamte gynäkologische Krebschirurgie (Gebärmutter, Eierstöcke) erfolgt nach den heute gültigen Empfehlungen mit Entfernung der regionären Lymphbahnen einschließlich der Lymphknoten neben der Aorta.
Einen breiten Raum nimmt die Diagnostik und Therapie der Harninkontinenz und von Senkungszuständen ein. Nach eingehender Diagnostik mit Ultraschall, Blasendruckmessung (Urodynamik) oder Röntgenuntersuchungen kann eine für jede Frau abgestimmt Behandlung erfolgen. Ist eine Operation nötig, werden bevorzugt minimalinvasive Techniken wie TVT oder verschiedene endoskopische Eingriffe (z. B. Operation nach Burch) angewandt.
Endometriose:
Die Endometriose ist ein seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekanntes Krankheitsbild. Es ist vielseitig und zeigt verschiedene Ausbreitungsformen mit unterschiedlichen Beschwerdebildern. Manche Frauen haben keine Beschwerden, wieder andere leiden unter erheblichen Schmerzen, welche von der schmerzhaften Periode über Schmerzen beim Geschlechtsverkehr bis zum tiefen Beckendauerschmerz reichen. Die Schmerzen sind hormonabhängig und treten erst mit beginnender Geschlechtsreife auf.
Die Endometriose kann zu Verwachsungen im Bereich des gesamten weiblichen Beckens und somit zur Sterilität führen. Nach entsprechender Diagnostik – meist Bauchspiegelung – wird die gesamte notwendige Endometriosechirurgie in 95 % im Sinne einer mikroinvasiven Chirurgie durchgeführt. Bei Mitbeteiligung des Darmes wird in Kooperation mit der chirurgischen Abteilung des Hauses eine Darmresektion durchgeführt.
Gebärmutter-Spiegelung:
Die Spiegelung der Gebärmutterhöhle, Hysteroskopie genannt, gibt dem Operateur die Möglichkeit bei unklaren Blutungsstörungen bzw. Neubildungen die Innenseite der Gebärmutter zu betrachten. Gleichzeitig kann bei dieser Methode mit entsprechendem Instrumentarium in der Gebärmutter operiert werden.
Wir führen an unserem Hause folgende hysteroskopische Operationen durch:
- Myomabtragung: Ein sich in der Gebärmutterhöhle vorwölbendes Myom kann mit einer Elektroschlinge abgetragen werden.
- Polypentfernung: Gleicher Vorgang sowie die Schleimhautabtragung.
Gebärmutterentfernung:
Die Gebärmutterentfernung wurde seit Jahrzehnten sowohl durch die Scheide als auch durch die Bauchdecke durchgeführt. In der Frankenwaldklinik wird bei entsprechender Indikation und nicht zu großer Gebärmutter der mikroinvasive Operationsweg bevorzugt. Der Muttermund und somit die anschließenden Bänder bleiben bei dieser Methode erhalten, die Stabilität des Beckenbodens wird nicht gestört. Der Vorteil der Operationsmethode liegt in der verkürzten Erholungsphase und frühzeitigen Mobilität. Die Komplikationsrate ist äußerst gering.
Brustchirurgie:
Bei der Betrachtung des brustchirurgischen Konzeptes der Frankenwaldklinik Kronach ist zwischen plastischer (Brustverkleinerung, Brustvergrößerung), onkoplastischer- und Brustchirurgie bei bösartigen Erkrankungen zu unterscheiden. Aufgrund unserer großen Erfahrung in der plastischen Brustchirurgie gehen zwangsläufig plastische Überlegungen in die Therapie des Mammacarcinoms mit ein, d. h. es wird durch uns versucht, größere Gewebedefekte durch plastisch-chirurgische Konzepte wieder herzustellen.
Im Rahmen der Brustchirurgie werden folgende Operationen angeboten:
- Brusterhaltende Chirurgie bei bösartigen Erkrankungen mit Ausräumung der Achsellymphknotenkette.
- Entfernung der gesamten Brust mit Ausräumung der Achsellymphkette.
- Lymphknotenmarkierung (Sentinel Lymphnode) bei Brustkrebs durch Technetium.
- Brustaufbauoperationen nach Entfernung der Brust (Prothese), Aufbau mit Eigengewebe (Latissimus dorsi Plastik).
- Plastische Brustoperationen (Brustverkleinerung, Brustvergrößerung, Brustwarzeneinziehung).
Brustverkleinerungen – Brustvergrößerungen:
Brustverkleinerungen sowie Brustvergrößerungsoperationen werden an der Frankenwaldklinik Kronach in großer Zahl durchgeführt. Nach dem sich die Patientin vorgestellt hat und über die Möglichkeiten der Operation informiert wurde, wird der Operationsweg festgelegt. Durch dieses differenzierte Vorgehen ist die individuelle Gestaltung des Körpers möglich. Die Wünsche der Patientin werden, wenn möglich, berücksichtigt.
Sofern eine medizinische Indikation vorliegt, wird ein Gutachten erstellt und der Patientin übermittelt. Nach Vorlage der Bestätigung durch die Krankenkasse kann die Operation dann nach Terminierung durchgeführt werden. Sollte von Seiten der Krankenkasse die Operation abgelehnt werden, muss die Patientin den Eingriff privat bezahlen.
Brustchirurgie ist keine Standardchirurgie, sondern eine individualisierte Chirurgie. Bei Bösartigkeit bestimmen Ausdehnung, Achselhöhlenbefall und Prognosefaktoren die Biologie des Tumors und somit das weitere therapeutische Vorgehen.
Bei der plastischen Brustchirurgie sind Individualität sowie allgemeine Körperformen in die operativen Überlegungen mit einzubeziehen.
Brustkrebs:
Mit ungefähr 50.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist das Mammacarcinom der häufigste Tumor der Frau. Aufgrund genauester Untersuchungsmöglichkeiten ist die brusterhaltende Therapie bei bösartigen Erkrankungen die erste Wahl. Nur in Ausnahmefällen, bei ungünstigsten Konstellationen muss die Brustdrüse samt Lymphknotenkette entfernt werden.
Die therapeutischen Fortschritte der letzten Jahre ermöglichen eine immer größere Individualisierung in der Behandlung. Dies ist die Basis für eine zunehmend bessere Prognose.
Entsprechend den heutigen gültigen Forderungen wird die Therapieentscheidung im Konsens mit dem Radiologen, Pathologen, Strahlentherapeuten und Onkologen festgelegt. Insbesondere beim metastasierenden Mammacarcinom ist eine differenzierte Betrachtung notwendig, um eine individuelle Therapie zu gewährleisten.
Wächter-Lymphknoten:
Die Sentinel-Lymphonodektomie ist derzeit die innovativste Entwicklung in der operativen Krebsbehandlung und wird hier an der Frankenwaldklinik Kronach durchgeführt. Sie gewinnt zunehmend grundlegenden Einfluss auf die operative Technik und auch auf die gesamte onkologische Therapiekonzeption. Es geht dabei nicht um ein exakteres Tumorstating, sondern darum, eingeschränkt radikale Operationen bei bösartigen Tumoren auf eine präzisere Basis zu stellen. Die Markierung mit entsprechender szintigrafischer Darstellung erfolgt in Kooperation mit der Röntgenabteilung des Hauses. Auf diesem Wege kann somit gezielt der Wächterlymphknoten entfernt und einer gezielten Untersuchung zugeführt werden.
Nach Vorlage der entsprechenden histologischen Daten sowie Prognosefaktoren wird gemeinsam mit Operateuren, Röntgenologen, Pathologen und Onkologen die weiterführende Therapie festgelegt. Die Nachbehandlung erfolgt entweder in der Klinik oder in der onkologischen Praxis Dr. Stauch auf dem Gelände der Frankenwaldklinik. |