Geschichte der Klinik
Krankenhaus Freital
Das Krankenhaus in Freital wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als ein Krankenhaus mit 25 Betten von der damaligen Gemeinde Deuben errichtet. Mit Gründung der Stadt Freital am 01.10.1921 wurde es als Stadtkrankenhaus etabliert. Zur damaligen Zeit oblag die Krankenhausleitung einem Dresdner Chirurgen als nebenamtliche Tätigkeit.
Nach 1945 war der Bedarf an medizinischen Leistungen groß. Mit dem Erwerb zahlreicher Außenstellen erfolgte eine starke Dezentralisierung der Einrichtung. Das Krankenhaus entwickelte sich zu einem Kreiskrankenhaus mit mehreren fachspezifischen Abteilungen. Die folgenden Jahrzehnte waren durch rege Baumaßnahmen auf dem Gelände des Krankenhauses geprägt.
1997 konnte ein Teilneubau in Betrieb genommen und die Außenstellen geschlossen werden.
Zum 01.01.1999 erfolgte der Übergang des Krankenhauses Freital in die Trägerschaft der RHÖN-KLINIKUM AG. Noch im Jahre 1999 wurde ein Neubau- und Sanierungskonzept mit einem Wertumfang von 12 Mio. Euro bestätigt. Bereits im Juli 2001 konnte der Teilneubau in Betrieb genommen werden, in dem sich die neuen OP-Säle, tagesklinische Betten sowie die interdisziplinäre Notaufnahme mit einem ambulanten OP befinden. Darüber hinaus wurden räumliche Möglichkeiten für die Ansiedlung von niedergelassenen Ärzten am Haus geschaffen, um die angestrebte Integration aller Leistungserbringer zu fördern und das Krankenhaus zu einem modernen Gesundheitszentrum zur Versorgung der Bevölkerung zu machen. Seit August 2001 befindet sich am Krankenhaus eine Dialysepraxis als Zweigpraxis einer Dresdner Niederlassung. Das ermöglicht u.a. die Aufnahme dialysepflichtiger Patienten im Krankenhaus.
Die Baumaßnahmen wurden im Herbst 2001 mit der Sanierung des alten Funktionsgebäudes fortgesetzt und sind Ende März 2002 beendet worden. Seitdem stehen ein moderner Aufwachraum für die postoperative Betreuung und die Intensivtherapiestation in völlig neuer Gestalt zur Verfügung.
Das Krankenhaus Freital ist seit 01.02.2002 Akademisches Lehrkrankenhaus an der Technischen Universität Dresden, und seit April 2002 werden die Studenten am Standort Freital ausgebildet.
Am 12.08.2002 mussten die Patienten aus dem Krankenhaus Freital wegen des drohenden Hochwassers evakuiert werden. In der folgenden Nacht wurde das Krankenhaus von der Flut der Weißeritz erfasst und dabei die gesamte im Keller befindliche Krankenhaustechnik zerstört. Die unmittelbaren Folgen des Hochwassers waren bis Ende 2002 vollständig beseitigt. Die Behebung der Spätschäden im Erdgeschoss des Hauses konnten im März 2004 abgeschlossen werden. Der Bau eines Hochwasser-Schutzwalls am Standort Freital wurde im Juni 2004 beendet.
Krankenhaus Dippoldiswalde
Erste Nachweise über die stationäre medizinische Betreuung in Dippoldiswalde lassen sich in den Chroniken bereits im 16. Jahrhundert nachweisen. Zwischen der ersten Verzeichnung eines Hospitals im alten Pfarrhaus von Sankt Nicolai bis zur Betreibung des heutigen Krankenhauses lag ein steiniger Weg.
Die Zerstörung des Krankenhauses im Siebenjährigen Krieg (1756-1763), der Kauf des Flemmingschen Hauses auf der Hospitalstraße als Kranken- und Armenhaus im 19. Jahrhundert, die Schließung des Krankenhauses im Jahre 1935, die Nutzung des Windischhauses als Lazarett im Jahre 1945 und als Krankenhaus in den Jahren danach sind nur einige wenige markante Punkte.
Nach mehrjährigen Vorbereitungsarbeiten wurde am 04.01.1951 das als Bezirksanstalt 1876 in Gebrauch genommene und 1906 als Wettinstift erweiterte Gebäude Rabenauer Straße 9 als Kreiskrankenhaus Dippoldiswalde eröffnet.
Dieses Krankenhaus hat sich bis heute zu einer leistungsfähigen Gesundheitseinrichtung profiliert. Zu den anfänglich auf Chirurgie und Innere Medizin ausgerichteten Abteilungen kamen die Abteilungen für Gynäkologie/Geburtshilfe, für Anästhesie und Intensivmedizin, für Radiologie, für Physiotherapie und das Labor hinzu.
Am 7. November 1998 wurde ein moderner Teilneubau des Krankenhauses in Betrieb genommen. Er beinhaltet die OP-Säle, Intensivstation, Notfallambulanz, die radiologische Abteilung, die Physiotherapie und eine Bettenstation.
Zum 01.09.2000 ist auch das Krankenhaus Dippoldiswalde in die Trägerschaft der RHÖN-KLINIKUM AG übergegangen.
Die Weiterentwicklung der Klinik am Standort Dippoldiswalde zur Tele-Portal-Klinik wird u.a. durch bereits begonnene, umfangreiche Baumaßnahmen vorangetrieben. Der Abriss eines Gebäudeteils, der im Herbst 2004 beendet wurde, ist die Voraussetzung für einen Teil-Ersatz-Neubau, in dem sich neben einer Bettenstation Räume für die Funktionsdiagnostik und ein moderner Empfangsbereich befinden werden. Ergänzt wird der Teilneubau des Krankenhauses Dippoldiswalde durch ein sich räumlich anschließendes Medizinisches Versorgungszentrum, in dem ambulant tätige Ärzte verschiedener Fachrichtungen angesiedelt sein werden.