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Schulungszentrum zur Gerinnungsselbstkontrolle

Es gibt immer mehr Menschen - etwa 1 Millionen in Deutschland - , die aufgrund einer Erkrankung gerinnungshemmende Medikamente (Marcumar oder Falithrom) lebenslang einnehmen müssen, z. B. Patienten mit künstlichen Herzklappen, Herzrhythmusstörungen, mit Durchblutungsstörungen oder Thrombosen sowie mit Lungenembolien oder Gerinnungsstörungen.

Bei diesen Patienten muss durch regelmäßige Kontrolle von Blutwerten der Gerinnungswert medikamentös eingestellt werden. In der Regel führt der Arzt bei diesen Patienten durchschnittlich alle vier bis sechs Wochen eine Kontrolle der Gerinnung durch. Seit mehr als 10 Jahren gibt es aber auch die Möglichkeit, in einer speziellen Schulung die Selbstkontrolle der Therapie zu erlernen, und so Abweichungen der Werte von dem vorgegebenen individuellen Wert rasch zu erkennen. Falls nötig, kann man direkt auf diese Veränderungen reagieren und die Dosis des Gerinnungshemmers der neuen Situation anpassen. Wie Studien gezeigt haben, können Patienten dadurch das Risiko für Komplikationen senken und somit Ihre Sicherheit und Lebensqualität erhöhen.


 
 

 

Aber auch wenn Sie Ihre Gerinnungswerte selbst messen und die Medikamentendosis anpassen, bleibt Ihr Arzt selbstverständlich Ihr Partner. Er prüft mit Ihnen zusammen in regelmäßigen Abständen die ermittelten Werte, beurteilt die Ergebnisse und berät Sie. Die Frankenklink ist eine zentrale Stelle, die darauf spezialisiert ist, diese Patienten zu betreuen. Sie sieht sich als Knotenpunkt für Patienten mit Antikoagulationstherapie, deren behandelnde Ärzte und Kostenträger. In Gruppen- und Einzelschulungen, die nach den Standards der ASA (Arbeitsgemeinschaft Selbstkontrolle der Antikoagulation e. V.) durchgeführt werden, lernt der Patient, mit Gerinnungsmesswerten und dem gerinnungshemmenden Medikamenten umzugehen. Die Schulungen finden entweder ambulant an zwei aufeinander folgenden Wochenenden oder aber während der stationären Behandlung statt.

Bei Fragen oder Anmeldungswunsch wenden Sie sich bitte an unser Chefarztsekretariat (Telefon 09771/66-3602 oder per E-Mail: schroeder.reha@frankenklinik-bad-neustadt.de)