Wir über uns
Die Krankenhaushygiene umfasst die Gesamtheit aller vorbeugenden Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von möglichen im Krankenhaus auftretenden Infektionen. Durch bauliche und organisatorische, insbesondere aber durch hygienebewusste Verhaltensmaßnahmen aller Mitarbeiter kann ein Großteil von Infektionen und damit zusätzliches Leid vermieden werden. Die Mitarbeiter der Abteilung Krankenhaushygiene wirken in diesem komplexen Prozess beratend, unterstützen die entsprechende Aus- und Weiterbildung und überwachen auf der Basis des Infektionsschutzgesetzes das Infektionsgeschehen im Klinikum.
Personen und Qualifikationen
Chefarzt der Krankenhaushygiene und Facharzt für Hygiene: MR Dr. med. Lutz Schulze Tel.: +49 335 548-2850 Fax: +49 335 548-2853 e-mail:: khhygiene@klinikumffo.de
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| Chefarzt Dr. med. Lutz Schulze |
Schwester Heike Richter | Hygienefachschwester: Heike Richter Tel.: +49 335 548-2851
Leistungsspektrum
Aufgabenschwerpunkt ist die infektionsprophylaktische Tätigkeit durch Beratung der Krankenhausleitung und des im Krankenhaus tätigen Personals. Ziel ist es, Infektionen und andere Gefahren für Patienten und Personal durch belebte und unbelebte Schadfaktoren zu verhindern bzw. zu minimieren. Dazu sind die Aufgaben im einzelnen:
- Beratung des Personals in Fragen der Krankenhaushygiene und der persönlichen Infektionsprävention.
Überwachung des Infektionsgeschehens im Krankenhaus durch - Organisation der Erkennung und Erfassung der Krankenhausinfektionen, - Auswertung und Analyse der nosokomialen Infektionen, - Ermittlung von Infektionsquellen und Infektionswegen, - Vorschlag von Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung von nosokomialen Infektionen, - Kontrolle der Durchführung und Wirksamkeit der eingeleiteten Maßnahmen. - Regelmäßige Begehung der Krankenhausbereiche, z. B. Pflege (Allgemeinpflege- und Spezialpflegeeinheiten), - Untersuchung und Behandlung (z. B. Op.-Einheit), - Ver- und Entsorgung (z. B. Speisen-, Arzneimittel-, Wäsche-, Sterilgutversorgung ) - Technik.
- Erstellung von Krankenhaus- und abteilungsspezifichen Hygieneplänen
(z. B. hygienerelevante Arbeitsabläufe, Desinfektionspläne u. ä.)
- Regelmäßige fachliche Überwachung der in den Hygieneplänen aufgeführten Maßnahmen.
- Mitwirkung bei der Festlegung von Desinfektionsmaßnahmen und deren Überwachung.
- Fortbildung des Krankenhauspersonals auf dem Gebiet der Krankenhaushygiene, insbesondere bei pflegetechnischen Maßnahmen
(wie z. B. Verbandwechsel, Legen von intravasalen bzw. Harnblasenkathetern u. ä.), bei Herstellung, Lagerung und Transport von Lebensmitteln sowie von Arzneimitteln und bei hygienerelevanten Arbeitsabläufen bei der Wäsche- und Sterilgutversorgung, der desinfizierenden Reinigung und in technischen Bereichen).
- Organisation, Durchführung bzw. Kontrolle von hygienisch-mikrobiologischen Prüfungen bzw. hygienisch-physikalischen und chemischen Untersuchungen bzw. Prüfungen unter anderem von Reinigungs- Desinfektions- und Sterilisationsgeräten,
- Wasser (z. B. Trink-, Bade-, Dialysewasser),
- Lufttechnischen Anlagen (z. B. RLT-Anlagen, LF-Werkbänke).
- Organisation, Durchführung bzw. Kontrolle hygienisch-mikrobiologischer Untersuchungen unter anderem als Umgebungsuntersuchungen,
zur Prüfung von Reinigungsleistungen, zur Prüfung von Desinfektionsmaßnahmen (z. B. hyg. und chir. Händedesinfektion, Flächen- und Instrumentendesinfektion).
- Mitwirkung und Beratung bei hygienerelevanten Beschaffungs- und Einkaufsprozessen insbesondere von medizinischen sowie medizinisch-technischen Gütern und Geräten.
- Hygienische Beratung bei Vorplanung, Entwurf und ggf. Bauausführung von Sanierungs- bzw. Umbaumaßnahmen im Klinikum
- Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde (z. B. übertragbare Erkrankungen gemäß Infektionsschutzgesetz oder amtsärztliche Krankenhausbegehungen betreffend) Im Zusammenwirken mit der Fachkraft für Umweltschutz und Gefahrstoffe Beratung bei Fragen des gesundheitlichen Umweltschutzes und in Fragen der Ökologie unter Abwägung ökologischer, hygienischer und infektionspräventiver Gesichtspunkte.
- Mitarbeit in entsprechenden innerbetrieblichen Kommissionen bzw. auch Gremien auf Landesebene mit krankenhaushygienischer Kompetenz.
- Organisation und Durchführung krankenhaushygienischer Aus- und Fortbildungsveranstaltungen sowohl für die Mitarbeiter der eigenen Einrichtung als auch des Einzugsbereiches und ggf. darüber hinaus.
Technische Ausstattung
Die Krankenhaushygiene verfügt über keine eigene Laborkapazität. Die Durchführung der obengenannten Untersuchungen wie RLTA-Prüfungen, Wasseruntersuchungen etc. wird über Auftragserteilung vergeben. Forschung
Eine regelrechte wissenschaftliche Forschung erfolgt nicht. Dennoch werden verschiedene praktische Erfahrungen z. B. bei der Infektionserfassung, des Hygienemanangements bei hochresistenten Erregern oder der maschinellen Endoskopaufbereitung wissenschaftlich fundiert aufbereitet und durch Veröffentlichungen sowie Vorträge auf Kongressen bzw. Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen weitergegeben.
Wissenschaftliche Veröffentlichung
L. Schulze: Erfassung und Auswertung nosokomialer Infektionen im Klinikum Frankfurt (Oder) In: Praxis der Krankenhaushygiene, S. 121 – 140; Hrsg. U. und J. Sander, Monika Schliehe Verlag Osnabrück, 1994
L. Schulze: Qualitätssicherung in der maschinellen Bronchoskop-Aufbereitung - Praktische Erfahrungen In: Qualitätsmanagement im Dienste der Krankenhaushygiene, S. 75 - 92; Hrsg. U. und J. Sander, J. S. Verlag Ronnenberg, 1996 L. Schulze: Hygienemanagement beim Auftreten multiresistenter Staphylococcus aureus (MRSA) in einem Krankenhaus der Schwerpunktversorgung Hygiene + Medizin, 22 (1997) 11, S. 559 – 571 L. Schulze: Aufbereitung flexibler Endoskope – Praktische Erfahrungen mit verschiedenen Endoskop-Reinigungs- und Desinfektionsautomaten Krankenhaushygiene + Infektionsverhütung, 19(1997) 3, S. 76-82 L. Schulze: Hygienemaßnahmen gegen Multi-Resistente Staphylococcus Aureus- Erreger (MRSA) Heilberufe 50 (1998), 10, S. 26 - 30
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