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Qualitätsmanagement

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Qualitätsmanagement


Dr. Birgit Euteneuer
Medizincontrolling, Qualitätsmanagement, Prozessmanagement

  • Zert. Pharm. Med. (DGPharMed)
  • DGQ-Auditorin Qualität® (TGA)
  • DGQ Qualitätsmanagerin®  im Gesundheitswesen
  • EOQ Quality Auditor
  • EOQ Quality Systems Manager in Healthcare
  • Krankenhausbetriebswirtin

Kontakt:

Telefon (0611) 577-215
Telefax (0611) 577-320
E-Mail: birgit.euteneuer@dkd-wiesbaden.de

 

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Patientensicherheit

Patientensicherheit gehört zu unseren obersten Zielen. Wir haben deshalb zu den nachfolgenden 11 Teilbereichen Verfahrensanweisungen entwickelt, deren Einhaltung regelmäßig überwacht wird:

01. Sturzprävention 
02. Dekubitusprävention
03. Umgang mit MRSA-Keimen
04. Umgang mit Noro-Viren
05. Notfallkonzept
06. Komplikationskonferenzen
07. Hygienische Händedesinfektion
08. Aufklärung von Patienten
09. Beschwerdemanagementsystem
10. Umgang mit Beinahe-Fehlern
11. Sicherheit im Operationssaal

 

1. Sturzprävention
Mit zunehmendem Alter nimmt neben der Reaktionsfähigkeit auch die Koordination und die Muskelkraft ab, was zu einem erhöhten Sturzrisiko führt. Kommen außerdem körperlich/geistige Erkrankungen oder Behinderungen hinzu, kann mitunter jede Eigenaktivität des Patienten, wie das Ein- und Aussteigen aus dem Bett, der Gang zur Toilette u.a. zur Gefahr werden. Neben Prellungen und Knochenbrüchen ist für den Patienten mit einem Sturz oft auch ein seelisches Trauma verbunden, das zusätzliche Verunsicherung und das Gefühl der Hilflosigkeit auslöst.
Daher sind alle Mitarbeiter verpflichtet, Gefahrenquellen zu vermeiden und das Sturzrisiko so gering wie möglich halten. Hierzu liegen Standards vor.

 

2. Dekubitusprävention
Ein Dekubital-Ulcus (Druckgeschwür) ist die Folge einer ischämischen („mangelhaft bzw. nicht durchblutet“) Nekrose ("Gewebeuntergang") der Haut und der darunter liegenden Gewebe aufgrund anhaltender Druckbelastung. Eine gefährliche Druckeinwirkung ist dann gegeben, wenn dadurch der Blutfluß in den Arteriolen (kleine Arterien) und Venolen (kleine Venen) länger als zwei Stunden an der gleichen Stelle unterbunden wird.

Betroffen sind überwiegend ältere Patienten mit schweren Grundkrankheiten und Risikofaktoren. Bei 1 - 5 % aller schwerkranken Patienten in Klinik, in häuslicher Pflege oder in Pflegeeinrichtungen werden Druckgeschwüre beobachtet. Sämtliche Vorsorgemaßnahmen sind in Standards geregelt. Bei Bedarf stehen alle aktuellen Lagerungsmöglichkeiten und Lagerungshilfsmittel zur Verfügung. Patienten mit bestehenden Dekubitalulcera werden durch eine examinierte Wundmanagerin betreut. Der Behandlungsverlauf wird nach Standards dokumentiert.

 

3. Umgang mit MRSA-Keimen
Um die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern so gering wie möglich zu halten führt die DKD gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ein risikobasiertes Screening durch. 
Das bedeutet, dass

Patienten mit u. a. 

  • chronischer Pflegebedürftigkeit, 
  • liegenden Kathetern, 
  • chronischen Wunden sowie

Krankenhauspersonal 

  • Im Falle eines Ausbruchs von MRSA (gehäufter Nachweis von MRSA bei >2 Patienten in räumlichem und zeitlichem Zusammenhang)

und 

  • nachgewiesener klonaler Identität des MRSA obligat auf MRSA untersucht werden.

Daran schließt sich in allen Fällen eine konsequente Isolationsstrategie an: alle Betroffenen werden grundsätzlich in Einzelzimmern untergebracht. Wir verzichten auf eine  Kohortenisolierung  (Isolierung eines oder mehrerer mit MRSA besiedelter Patienten in einem Zimmer) Betroffener. Für alle Erreger liegen Handlungsanweisungen bezüglich Personalschutz / Schutzkleidung, Patientenversorgung und Desinfektion vor.
Zur schnellen Erkennung MRSA-positiver Patienten wird seit 2007 ein MRSA-Schnelltest mittels PCR (Polymerase Kettenreaktion) durchgeführt. Durch dieses Verfahren wurde das diagnostische Fenster von 3 Tagen auf 4 Stunden verkürzt. Nach der Behandlung MRSA-positiver Patienten werden alle betroffenen Räumlichkeiten anhand einer Checkliste dokumentiert aufbereitet. 

 

4. Umgang mit Noro-Viren
Ein häufiges Problem unserer Zeit sind Infektionen durch Noroviren. Durch die geringe Infektionsdosis des Virus und seiner Widerstandskraft gegenüber  üblichen Händedesinfektionsmitteln besteht ein hohes Erkrankungsrisiko für Mitpatienten und Personal. Patienten mit Durchfällen unbekannter Ursache werden umgehend und bis zur gesicherten Diagnose in einem Einzelzimmer untergebracht. Spezielles viruswirksames Händedesinfektionsmittel ist in allen Bereichen verfügbar. Eine DKD-Hygienefachkraft steht für Mitarbeiter jederzeit für eine Beratung zur Verfügung. Die Hygienefachkraft bevorratet auch Händedesinfektionsmittel, die im Krankheitsfall an die Mitarbeiter ausgegeben werden. Durch diese Strategie konnte ein Ausbruchsgeschehen bisher vermieden werden.

 

5. Notfallkonzept
Es besteht ein rund um die Uhr erreichbares Reanimations-Team. Alle ärztlichen und nichtärztlichen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Alle Einsätze werden evaluiert.
Für die DKD besteht ein Katastropheneinsatzplan, der nach den Vorgaben des Landes Hessen erstellt wurde. Im Katastropheneinsatzplan sind alle eventuellen Schadenslagen und die sich daraus ergebenden Maßnahmen festgelegt.  

 

6. Komplikationskonferenzen 
 Im Rahmen der Ärztefortbildung wird quartalsweise eine Mortalitäts- und Morbiditätskonferenz durchgeführt.

 

7. Hygienische Händedesinfektion
Eine der wichtigsten Verhütungsmaßnahmen von Krankenhausinfektionen ist die hygienische Händedesinfektion. Sie dient gleichermaßen dem Schutz der Patienten wie der Mitarbeiter. Durch diese Maßnahme soll verhindert werden, dass Infektionserreger durch die Hände übertragen werden. Im Rahmen der innerbetrieblichen Fortbildung erfolgen regelmäßig Schulungen zum Thema Händehygiene. 
Zusätzlich nimmt die DKD an der „Aktion Saubere Hände“ (gemeinsame Kampagne des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V., des Nationalen Referenzzentrums für die Surveillance von nosokomialen Infektionen und der Gesellschaft für Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen e.V.) teil.

Ziel der Kampage ist, die Händehygiene im Krankenhaus zu fördern und so die Zahl von Infektionen deutlich zu senken. Die Aktion Saubere Hände wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.
 
Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.aktion-saubere-haende.de/

 

8. Aufklärung von Patienten
Die Aufklärung unserer Patienten erfolgt auf der Basis von standardisierten Aufklärungsbögen.

 

9. Beschwerdemanagementsystem
Wir betrachten Beschwerden als kostenlose Beratungsleistung, die uns in dem Bemühen um kontinuierliche Verbesserung hilft. Daher wird jede Beschwerde ernstgenommen und nach einem strukturierten Plan abgearbeitet und beantwortet. In enger Abstimmung mit unserem Qualitätsmanagement steht am Ende dieses Vorgangs immer die Frage: Ist eine Prozeßänderung erforderlich und wenn ja, welche.   

 

10. Umgang mit Beinahe-Fehlern
In den letzten Jahren haben sich weltweit Meldesysteme (Incident Reporting System, IRS) für kritische Ereignisse (Critical Incident Reporting System, CIRS) als wichtiges Instrument einer offenen, auf Prävention setzenden Fehlerkultur etabliert.
Die DKD strebt im Rahmen der Qualitätssicherung die Einführung eines IRS an, in dem nicht nur negative, sondern auch positive Ereignisse standardisiert erfasst werden. Ein  solches IRS dient dazu, Stärken und Schwächen im System und in den Prozessen zu entdecken. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter soll künftig in der Lage sein, an jedem PC in der DKD kritische, unerwünschte Ereignisse, Zwischenfälle oder Fehler zu melden, die bei Patienten zu einem Schaden führen können. Die Erfassung solcher Ereignisse dient dabei ausschliesslich der Verhütung künftiger Unfälle und Störungen und nicht der Klärung von Schuld- oder Haftungsfragen.
Das IRS ist eine Art Frühwarnsystem, um Komplikationen zu vermeiden. Eine interdisziplinär zusammengesetzte Arbeitsgruppe überwacht das IRS, ordnet erforderliche Verbesserungen an und gibt Empfehlungen zur Vermeidung künftiger Zwischenfälle.



11. Sicherheit im Operationssaal
Wir verwenden eine Sicherheits-Checkliste in Analogie zu den Verfahren der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, die an die Besonderheiten der DKD angepasst wurde. Damit wird unter anderem das Risiko von Seitenverwechslungen oder Patientenverwechslungen minimiert.

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Ärztliche Qualitätszirkel

Ärzte der DKD sind in folgenden Qualitätszirkeln aktiv

Anästhesie

Jeden 3. Montag des Monats 17.00 - 17.30

  Interdisziplinäre Schmerzkonferenz der DKD
Die interdisziplinären Schmerzkonferenzen werden vom Fachbereich Anästhesiologie und dem „Schmerztherapeutischen Kolloquium e.V.“ in der DKD durchgeführt. Es werden pro Abend drei Patienten mit komplexen Krankheitsbildern vorgestellt und untersucht. Abschließend wird ein Therapiekonzept erarbeitet. Die Teilnehmer sind niedergelassene Ärzte und Klinikärzte.

Qualitätszirkel Anästhesie der Rhön-Kliniken

   
Chirurgie / Proktologie 14-tägig Montag 17.00 - 17.30
  Onkologischer Arbeitskreis, Fallkonferenz (Interdisziplinär DKD)
 
Gastroenterologie Gastroenterologie Wiesbaden / Rheingau (Dr. A. Hackelsberger) 
 
   
Gynäkologie

Mittwochs 15:00-17:00 Uhr

 

Interdisziplinäre Konferenz Mammographie Screeningzentrum
Prof. Dr. Madjar

Montag 15.30-18.00 Uhr
Interdisziplinäre Tumorkonferenz Brustzentrum DKD/St. Josefs-Hospital

Montag-Dienstag 8.30-16.30 (zertifiziert von der Landesärztekammer Hessen, 8 Punkte)
Interdisziplinäre Senologische Sprechstunde

Mittwochs 18:00- 20:00 Uhr
Mindestens 1x pro Quartal sowie nach besondere Ankündigung

Qualitätszirkel Senologie
DKD/St. Josefs-Hospital/ Berufsverband für Frauenärzte

Themen zur Mammadiagnostik und Therapie
Fallbesprechung/Morbiditäts/Mortalitätskonferenzen

   
Hämatologie 14-tägig Montag 17.00 – 17.30
 
Onkologischer Arbeitskreis, Fallkonferenz Interdisziplinär DKD
   
Neurologie

Jeden 3. Montag des Monats 17.00 – 17.30

 

Schmerzkonferenz Interdisziplinär DKD

Die interdisziplinären Schmerzkonferenzen werden vom Fachbereich Anästhesiologie und dem „Schmerztherapeutischen Kolloquium e.V.“ in der DKD durchgeführt. Es werden pro Abend drei Patienten mit komplexen Krankheitsbildern vorgestellt und untersucht. Abschließend wird ein Therapiekonzept erarbeitet. Die Teilnehmer sind niedergelassene Ärzte und Klinikärzte.

zweimonatlich
EEG-Arbeitsgemeinschaft Dr. Seeger
gemeinsam mit dem Fachbereich Kinder- und Jugendmedizin, zertifiziert mit 5 Punkten der Landesärztekammer (quasi gleich Qualitätszirkel)

   
Pädiatrie

zweimonatlich

 

Qualitätszirkel pädiatrische Sonographie (Niere und Hüfte) mit regelmäßigen Treffen der Kinderärzte Kreis Wiesbaden und Rheingau-Taunus Prof. Weitzel

zweimonatlich
EEG-Arbeitsgemeinschaft                                                                                  Dr. Seeger gemeinsam mit dem Fachbereich Neurologie, zertifiziert mit 4 Punkten der Landesärztekammer (quasi gleich Qualitätszirkel)

Qualitätszirkel Mukoviszidose Rhein-Main bzw. Deutschland Mitte            Prof. Keller

Qualitätszirkelteilnahmen:
Asthma-Schule WRT in Wiesbaden
Qualitätszirkel WRT Allergologie, Asthma, Asthmaschulung im Kindes- und Jugendalter Wiesbaden, Universitäts-Kinderklinik Frankfurt und Qualitätszirkel der Pneumologen in Mainz Dr. Gierich

 

Urologie 14-tägig Montag 17.00 – 17.30
  Onkologischer Arbeitskreis, Fallkonferenz Interdisziplinär DKD

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Download Qualitätsberichte

Qualitätsbericht 2007 (PDF)
Qualitätsbericht 2008 (PDF)

 

 

 

 

 

Zertifizierungen / Akkreditierungen der Fachbereiche und Spezialzentren der DKD


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