Radiojodtherapie Was ist Radiojodtherapie? Die Radiojodtherapie ist eine medizinische Strahlentherapie zur Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten. Die Schilddrüse wird dabei mit einem radioaktiven Jod-Isotop behandelt. Das radioaktive Jod sendet Betastrahlung aus, die die umliegenden Zellen zerstört. Weil die Reichweite der Strahlung im Gewebe nur wenige Millimeter beträgt, kann die Radiojodbehandlung sehr gezielt unter weitgehender Schonung des gesunden Gewebes wirksam werden. Die Schilddrüse produziert das Schilddrüsenhormon (Thyroxin), das wichtige Funktionen im Körper steuert. In der Schilddrüse werden zur Produktion des Thyroxins vier Jodatome eingebaut. Jod wird sonst in keinem anderen Organ im menschlichen Körper benötigt. Es gibt zwei wesentliche Krankheiten, bei denen es zu einer Überproduktion des Schilddrüsenhormons kommt:
2. Morbus Basedow: Hier werden über Antikörper (TRAK) alle Schilddrüsenzellen zu vermehrter Hormonproduktion angeregt
Neben dem natürlichen Jod gibt es verschiedene radioaktive Jodarten. In der Medizin wird heute das 131- Jod verwendet, das eine Halbwertszeit von ca. 8 Tagen hat. 131-Jod hat beta-Strahler und gamma-Strahler: • therapeutisch: beta-Anteil (Reichweite 0.4 mm)
Das überaktive Schilddrüsengewebe kann nicht unterscheiden, ob es normales Jod oder radioaktives Jod angeboten bekommt. Das radioaktive Jod wird in das überaktive Gewebe aufgenommen und übt dort eine gezielte Bestrahlung aus. Anhand von Vorberechnungen wird bestimmt, wie viel radioaktives Jod gegeben werden muss, um das überproduzierende Gewebe zu zerstören. Die Dosis ist vor allem vom Volumen dieses Gewebes abhängig.
Radiojodtherapie in der DKD Wiesbaden Die Radiojodtherapie wurde in der DKD Wiesbaden 1970 von Prof. Pfannenstiel eingeführt.
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1. Sogenannte autonome Knoten und Bezirke: Teile der Schilddrüse mit übermäßiger Schilddrüsenhormonproduktion
Autonomes Adenom vor Radiojodtherapie
Autonomes Adenom 6 Wochen nach Radiojodtherapie