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Kardio-MRT: Vielseitige kardiale Untersuchungsmethode ohne Röntgenstrahlung
Die Magnetresonanztomographie (auch MRT oder Kernspintomographie) des Herzens kann viele Erkrankungen des Herzens viel exakter dargestellt als andere Verfahren. Dabei kommt sie ganz ohne radioaktive Strahlen aus: In einem starken Magnetfeld werden in den Körper Radiowellen (sog. elektromagnetische Wellen) gesandt. Das vom Körper zurückgesandte Signal wird von einem Computer in Bildinformation umgerechnet. Seit einigen Jahren können Hochleistungs-MR-Tomographen auch das Herz als ein sich bewegendes Organ darstellen.
So funktioniert die Kardio-MRT
Der Patient liegt - je nach Untersuchung - zwischen 10 und 30 Minuten mit dem Oberkörper in der zu beiden Seiten offenen röhrenförmigen Öffnung des Gerätes. Über eine Gegensprechanlage besteht Kontakt zum Untersucher. Während der Untersuchung werden zahlreiche bewegte und unbewegte Schnittbilder des Herzens aufgezeichnet. Dabei muss der Patient häufig die Luft zumeist über 10-20 Sekunden anhalten.
Viele Untersuchungsmöglichkeiten bei der Kardio-MRT
Das Spektrum der Untersuchungsmöglichkeiten in der Kardio-MRT ist sehr breit: Neben Fragen zur Dimension und Funktion von Herzkammern und Vorhöfen können Fragen zur Gewebsstruktur des Herzens beantwortet werden. Die Ursache chronischer Herzmuskelerkrankungen (Kardiomyopathien) kann dadurch häufig erkannt werden. Durch die Kardio-MRT ist es erstmals möglich, bestimmte Formen von Herzmuskelentzündungen darzustellen und sie damit ohne Biopsieentnahme zu diagnostizieren. Auch Herzbeutelentzündungen können nun visualisiert werden.
Beurteilung der Herzklappenfunktion
Auch die Herzklappenfunktion kann beurteilt werden: ob eine Verengung der Aortenklappe oder eine Undichtigkeit der Mitralklappe hochgradig ist, kann damit genau analysiert werden. Die Stress-MRT ist eine besondere Herzuntersuchung im MRT. Sie stellt eine Belastungs-Untersuchung des Herzens dar. Durch sie kann festgestellt werden, ob Durchblutungsstörungen in der Herzmuskulatur vorliegen. Diese weisen auf einen Infarkt oder eine hochgradige Kranzgefäßverengung hin. Zur Unterscheidung wird auch eine Infarktdiagnostik durchgeführt, die milimetergenau die Ausmaße einer Infarktnarbe aufzeigen kann.
Gabe eines Kontrastmittels
Bei der MRT-Untersuchung kann die Gabe eines Kontrastmittels erforderlich sein. Dieses ist generell (auch bei Nierenfunktionsstörungen) gut verträglich, nicht jodhaltig (kann bei Schilddrüsenerkrankungen bedenkenlos eingesetzt werden) und löst selten eine Allergie aus.
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Ein Schnitt durch das Herz im so genannten Vierkammerblick. Man kann hier beide Vorhöfe und beide Kammern des Herzens erkennen. |