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Durchgeführte Untersuchungen und Therapien Darstellung von verschiedenen besonderen Diagnostikverfahren
Prostataausschälung/Prostataresektion (TUR-P) Kurzbeschreibung Die TUR-P (Prostataausschälung) wird heute angewendet, wenn der Mann Beschwerden beim Wasserlassen hat und eine Vergrößerung der Prostata nachgewiesen wurde. Die Prostata wird bei dieser Therapieform sozusagen abgehobelt - bis die Höhle so groß ist, dass das Wasserlassen wieder einfach funktioniert. Durchführung Die Prostataausschälung erfolgt durch die Harnröhre hindurch mittels eines Instruments von ca. 8-9 mm Durchmesser (Resektoskop). An dessen Ende ist eine kleine Schlinge angebracht, mit der man Span für Span das Gewebe abtragen kann. Die Operation sollte heute als sog. Niederdruckresektion erfolgen. Das heißt, dass die Spülflüssigkeit, die notwendig ist, um mit dem sog. Resektoskop etwas zu erkennen, über einen angelegten Bauchdeckenkatheter zum Abfließen gebracht wird. Die moderne Weiterentwicklung als sog. bipolare Resektion (in unserem Hause Standard) vermeidet dabei die früher möglichen Komplikationen wie das sog. Einschwemmungssyndrom. Ferner wird auch die Blutungsgefahr wesentlich reseziert und ist damit nur noch auf seltene Ausnahmen beschränkt. Diese Technik ist deshalb den anderen auf dem Markt befindlichen Techniken wie Laseranwendung in der Komplikationsarmut nicht nur ebenbürtig sondern sogar überlegen, da die TUR die Gewinnung von Gewebe ermöglicht, das feingeweblich untersucht werden kann, was bei Laseranwendungen nicht möglich ist. Gerade bei erhöhten PSA-Werten ist dies ein sehr wichtiger Vorteil der TUR. Wann kommt die Behandlung zur Anwendung ? Wenn eine gutartige Vergrößerung der Prostata (sog. benigne Prostatahyperplasie,BPH) vorliegt, die medikamentös nicht ausreichend zu behandeln ist, die Größe der Prostata aber ca. 80 g nicht überschreitet, kann die Prostataausschälung als Therapieform gewählt werden. (für größere Drüsen sollte die Operation offen-chirurgisch erfolgen). Komplikationen und Nebenwirkungen Da der Blasenhals geöffnet werden muss (das ist ja das Prinzip der Operation und der Grund, warum sie durchgeführt werden muss), kommt es zum rückwärtigen (sog. retrograder Samenerguß) Samenerguß. Dies ist nicht problematisch, führt jedoch zum Verlust der Zeugungsfähigkeit. Die Erektionsfähigkeit (sog. Glied-Steife) wird in der Regel nicht beeinflusst. Die wichtigste Komplikation ist die Verletzung des Schließmuskels, wodurch der Patient nach der OP nicht mehr in der Lage wäre, seinen Urin zu halten (Inkontinenz). Aufgrund der heutigen Technik ist dies aber zu einer raren Ausnahme geworden. Da in unserem Hause die OP grundsätzlich videounterstützt durchgeführt wird, ist dieses Ereignis bei uns seit über 10 Jahren nicht mehr vorgekommen, so dass dieses prinzipielle Restrisiko kein Grund ist, von einer notwendigen Operation Abstand zu nehmen. Die gute Ausbildung des Operateurs ist, zusammen mit der optimierten Technik, die beste Garantie zum Schutz vor diesem Problem. Aber – selbst wenn es eintreten sollte, ließe sich mit einem Zusatzeingriff die Kontinenz wiederherstellen! Was der Patient wissen sollte Nach der Operation ist die Einlage eines Katheters durch die Harnröhre nötig. Über die Katheter werden die Blase und die Resektionshöhle gespült. Die restliche Sickerblutung kommt so bis zum nächsten Tag zum Stehen, so dass der Harnröhrenkatheter entfernt werden kann. Gelegentlich klagen Patienten danach über einen verstärkten Harndrang, der durch die innere Wunde bedingt ist. Mit dem Heilungsfortschritt der Wundfläche wird auch die Symptomatik besser, ggf. kann durch zeitweise gegebene Medikamente eine Linderung der Beschwerden erreicht werden. Nach Entfernung des Katheters werden der Harnstrahl und der Restharn kontrolliert. Der Bauchdeckenkatheter wird wieder entfernt. Der durchschnittliche stationäre Aufenthalt für diesen Eingriff (TUR-Prostata) in unserer Abteilung beträgt 3 Tage. Nach etwa 3 bis 4 Tagen liegt das Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung vor und wird mit dem Patienten besprochen. Kurzbeschreibung Die Blasenspiegelung dient der Inspektion von Krankheitsbefunden in der Blase wie Tumoren, Entzündungen, Steinen, Fehlbildungen der Harnleitermündungen, Aussackungen (sog. Divertikeln) etc. . Ferner kann man die Harnröhre, den Schließmuskel und die Prostata von innen beurteilen. Durchführung In örtlicher Betäubung mit einem Gel, das in die Harnröhre eingebracht wird, kann mit Hilfe eines sog. Zystoskopes (starr oder flexibel) die Blase unter Sicht erreicht werden. Man kann dabei alle in der Blase befindlichen Befunde sehr exakt sehen und beurteilen. Wann kommt die Behandlung zur Anwendung Bei jedem Verdacht auf einen Blasentumor (Blut im Urin!), einer Verengung der Harnwege (Prostata, Blasenhals, Harnröhre) und vor Operationen an Blase und Prostata ist eine Blasenspiegelung anzuwenden. Ebenfalls setzt man sie zur Prüfung des Schließmuskels und zur Beurteilung der Harnleitermündungen bei Verdacht auf Fehlbildungen ein. Komplikationen und Nebenwirkungen Bei sorgfältiger und steriler Arbeit sind keine Komplikationen zu erwarten. Selten einmal kann eine Blasenentzündung entstehen, wenn Keime z.B. aus der Prostata abgegeben (exprimiert) werden. Kurze Zeit nach der Spiegelung kann das Wasserlassen etwas unangenehm sein und brennen. Die beste Therapie ist dann, reichlich zu trinken. Dann verschwindet die Missempfindung sehr rasch. Bei der Abklärung von Blasentumoren ist eine Modifikation dieser Technik sinnvoll.
Kurzbeschreibung Bei der Prostatapunktion wird über einen Zugang vom Enddarm ein Stück Gewebe aus der Prostata entnommen. Hierdurch können z.B. vorher im Ultraschall auffällig gewordene Areale gewebetechnisch untersucht werden. Die Gewebeentnahme wird heute fast ausschließlich über den Enddarm (sog. transrektaler Zugang) durchgeführt, wobei die Führung der (dünnen) Nadel durch transrektale Ultraschallkontrolle erfolgt. Dadurch kann man gezielt die im Ultraschall auffälligen Gewebebezirke entnehmen (biopsieren) und so die Trefferquote deutlich erhöhen. Wann kommt die Behandlung zur Anwendung Die Gewebeentnahme aus der Prostata wird durchgeführt, wenn man Auffälligkeiten im Ultraschall oder bei der rektalen Abtastung genauer abklären will. Komplikationen und Nebenwirkungen Wenn die Antibiotikaprophylaxe (s.o.) korrekt durchgeführt wird, kommt es nur in raren Ausnahmefällen zu einer Entzündung, die dann aber auch relativ einfach beherrscht werden kann. Schwerwiegende Entzündungen treten in der Regel nur dann auf, wenn der Patient die Antibiotika nicht korrekt einnimmt. Was der Patient wissen sollte Wenn der Patient meint, dass er nach erfolgter Gewebeentnahme Fieber oder eine Blutung bekommen hat, muss er sich sofort mit dem Arzt, der die Gewebeentnahme durchgeführt hat, in Verbindung setzen. Dann sind diese Dinge problemlos zu beherrschen.
(Retrograde Ureteropyelographie) Wenn eine spezielle Fragestellung zur Abklärung von Nierenbecken und Harnleitern besteht, die mit der Ausscheidungsurographie oder dem MRT nicht zu klären ist, kann man unter Nutzung einer Zystoskopie (siehe dort) eine dünne Sonde von der Blase in den Harnleiter vorschieben und Kontrastmittel einspritzen, so dass der unklare Befund dargestellt und beurteilt werden kann. Überprüfung der Nierenausscheidungsfunktion (Ausscheidungs-Urographie) Eine Ausscheidungsurographie (AUG) dient der Darstellung von Nierenbecken, Harnleitern und dort liegenden krankhaften Befunden (Steine, Verengungen, Tumore etc.). Dazu wird ein Kontrastmittel intravenös infundiert, das von den Nieren ausgeschieden wird. Mit mehreren Bildern nacheinander wird die Ausscheidung beurteilt, so dass man Rückschlüsse ziehen kann. Auch im Zeitalter des MRT ist diese Technik bei bestimmten Fragestellungen unvermeidlich. Die Hoden werden grundsätzlich abgetastet und danach mittels Ultraschall untersucht. Weiter zu: Behandelte Krankheitsbilder
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