Die Chirurgische Abteilung mit Schwerpunkt auf dem Gebiet der kolorektalen Chirurgie und Proktologie (Koloproktologie) betreibt seit über 25 Jahren eine Chirurgie der „Spezialitäten“ in enger Zusammenarbeit und Einbindung in die fachübergreifende Diagnostik aller Fachbereiche der Klinik. Außer der Erkennung und konservativen oder operativen Behandlung der Erkrankungen des Enddarmes und Afters, wie Hämorrhoiden, Fissuren, Abszesse und Fisteln sowie des Dickdarm-Krebses gibt es folgende weitere Schwerpunkte: 1. Die Chirurgie chronisch entzündlicher Darmerkrankungen Die Therapie erfolgt in enger Kooperation mit den Gastroenterologen und allen bildgebenden Bereichen (Ultraschall, Endoskopie, Radiologie). Ziel der Chirurgie ist dabei die Beseitigung der Krankheits-Komplikationen unter größtmöglicher Schonung von Dünn- und Dickdarm sowie des Kontinenzorgans (Schließmuskel). 2. Chirurgie der Inkontinenz bei Funktionsstörungen, Altersveränderungen und Verletzungen Speziell bei Obstipation und „Reizdarm“, Rektumprolaps, Divertikel-Krankheit, Beckenboden-Schwäche nach Geburtsschäden oder aus Alterung incl. unklarer Schmerzzustände. Die Behandlung erfolgt wegen der komplexen Schädigung der Beckenorgane in enger Kooperation mit Gynäkologen, Urologen, Neurologen, Gastroenterologen und Anästhesisten bzw. Schmerz-Therapeuten. Operativ sind Schließmuskel erhaltende Fisteloperationen, die direkte Schließmuskel-Wiederherstellung, der Ersatz mit körpereigenem Muskel (Gracilis) und die schrittmachergesteuerte Nervenstimulation für den Schließmuskel (SNS) bei Nervenschäden sowie alle bekannten Operationsverfahren am Darm zum Schließmuskel-Erhalt (z.B. Ileoanaler Pouch) Routine-Verfahren. 3. Die Chirurgie chronisch Nierenkranker Shunt-Chirurgie und CAPD-Katheter-Implantation zur kontinuierlichen Bauchfell-Dialyse und Nebennieren-Chirurgie. 4. Versorgung mit zentralvenösen Kathetern und „Ports“ für die Chemotherapie Die Durchführung findet in enger Kooperation mit den Fachbereichen Knochenmarktransplantation und Hämatologie / Onkologie statt. 5. Moderne chirurgische Techniken Aufbauend auf den langjährigen Erfahrungen der Gastroenterologen und Gynäkologen mit der diagnostischen Laparoskopie haben wir die Minimal invasive Chirurgie (MIC) in die operative Behandlung für Gallenblase, Verwachsungen, Blinddarm, Kunstafteranlage, für Darm-Teilentfernungen, Einsetzen von Bauchfell-Dialyse-Kathetern, die Anlage von Magenfisteln und transkutanen Ernährungssonden sowie die transanale Microchirurgie (TEM) bei Mastdarm-Polypen und kleinen Tumoren als schonende Operationsverfahren in die Routinechirurgie aufgenommen. Als neuere Operationstechniken kommen die LASER-Technik als gewebeschonendes Verfahren, sowie Hämorrhoiden-Operationen mit Stapler (Longo-Technik), LigaSure-Technik zum Verschweißen von Gefäßen, Ultracision zum gewebeschonenden Schneiden, die S.T.A.R.R.-Operation (transanale Rektumwand-Resektion mit Stapler) bei Enddarm-Entleerungsstörung mit Prolaps / Rektocele als technische Neuerungen zum Einsatz. Diese Techniken beschleunigen in der Regel die Operationsabläufe und auch die Heilung.
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