
Visiten
Wie geht es Ihnen? Diese Frage wird Ihnen während Ihres Klinikaufenthaltes oft gestellt: Von Ärzten, Schwestern, Pflegern und Besuchern. Mindestens einmal am Tag sollten Sie sich die Antwort auf diese Frage genauer überlegen. In der Regel finden im Laufe des Vormittags die Visiten statt. Bei diesem täglichen Kontakt informieren sich Ihre Stationsärztin oder Ihr Stationsarzt und die Sie behandelnden Ärztinnen und Ärzte über den Stand Ihrer Behandlung und Genesung. Fragen zum Therapieverlauf und zu medizinischen Maßnahmen werden hier besprochen und geklärt. Meistens begleitet auch eine Schwester oder ein Pfleger die tägliche Visite.
Chefvisite
Regelmäßig (ein- oder mehrmals die Woche) ist zudem „Chefvisite“. Bitte erschrecken Sie nicht wegen der großen Zahl an „weißen Kitteln“, die auf einmal Ihr Zimmer füllen. Der Chefarzt bzw. Fachbereichsleiter, die Oberärzte, Ärzte in der Ausbildung und Studenten sind neben den behandelnden Ärztinnen und Ärzten zugegen, um sich nach Ihrem Befinden zu erkundigen. Seien Sie nicht überrascht, dass diese Visite viel schneller abläuft, als Sie sich das vielleicht vorgestellt haben. Der Chefarzt setzt voraus, dass die Stations- und Oberärzte offene Fragen bereits geklärt und das weitere Vorgehen mit Ihnen und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pflege abgestimmt haben. Nutzen Sie daher die täglichen Visiten, um mehr über den Stand Ihrer Behandlung, die Chancen Ihrer Heilung oder auch den Tag der Entlassung zu erfahren.
Gespräch unter vier Augen
Und wenn das Ärzteteam an einem Tag ein wenig in Eile ist, zum Beispiel wegen einer Notoperation, warten Sie den nächsten Tag ab. Selbstverständlich können Sie mit Ihrer Stationsärztin oder Ihrem Stationsarzt auch unter vier Augen sprechen. Es wird sich immer eine Gelegenheit finden, Ihre Fragen zu beantworten, damit alle Maßnahmen für Sie nachvollziehbar werden. Machen Sie sich vor der Visite ein paar Notizen. Scheuen Sie sich nicht, alle Fragen zu stellen, die Sie beschäftigen und nachzuhaken, wenn Sie etwas nicht verstehen.
Fragen zu Ihrer Erkrankung
Was wir Sie fragen könnten:
Welche Beschwerden haben Sie?
Wie haben die Beschwerden angefangen?
Haben Sie Schmerzen? Wenn ja, welcher Art sind diese?
Sind in Ihrer Familie, in Ihrer Bekanntenkreis oder an Ihrem Arbeitsplatz ähnliche Erkrankungen aufgetreten?
Nehmen Sie zur Zeit Medikamente ein?
Belastet oder verunsichert Sie etwas besonders?
Was Sie uns fragen könnten:
Was versteht man unter meiner Krankheit?
Wie kann ich zu meiner Besserung beitragen?
Welche Untersuchungen sind vorgesehen?
Wie werden Sie meine Erkrankung behandeln?
Gibt es Alternativen zu diesen Behandlungsmethoden?
Wie lange muss ich voraussichtlich im Krankenhaus bleiben?
Welche Weiterbehandlungen sind später notwendig?
Untersuchungen
Folgende Untersuchungen könnten wir veranlassen:
Blutuntersuchung
Angiographie - Röntgenaufnahme von Blut- und Lymphgefäßen nach Einspritzen von Kontrastmittel)
Computertomographie (CT) - spezielle Schichtaufnahmen / Schnittbilder vom Körper oder von Organen durch Verbindung von Röntgen und modernster Computertechnik
Elektroenzephalographie (EEG) - Messung der Hirnströme
Elektrokardiographie (EKG) - Messung der Herzströme
Endoskopie - Untersuchung innerer Organe und Körperbereiche (z.B. Magen, Darm, Kieferhöhle)
Echokardiographie - spezielle Herzuntersuchung
Katheteruntersuchung
Magnetresonanztomographie (MRT) - im Unterschied zum CT werden hier Schnittbilder vom Körper nicht mit Röntgenstrahlen, sondern durch Magnetresonanzen, d.h. einem speziellen physikalischen Effekt erzeugt
Röntgen
Sonographie - Ultraschalluntersuchung
Szintigraphie - Funktionsdiagnostik verschiedener Organe
Behandlung mit Radiopharmaka, vornehmlich bei gutartigen und bösartigen Schliddrüsenerkrankungen (z.B. Radio-Jod)
Keine Angst vor der “High-Tech-Medizin“
Trotz der modernen Technik und der hochtechnisierten Ausstattung sind die Sprache, die fünf Sinne und die persönliche Zuwendung immer noch die wichtigsten Instrumente unserer Ärztinnen und Ärzte.
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