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Amper Kliniken AG Klinikum Dachau
Vortrag im Gesundheitsforum am 14. April 2010 im Klinikum Dachau, Beginn jetzt um 17 Uhr Nach der Osterpause startet das Gesundheitsforum im Klinikum Dachau wieder am 14. April 2010 mit einer Informationsveranstaltung über den Schlaganfall. Welche Symptome einen Hirninfarkt ankündigen und wie man dem vorbeugen kann, erfahren interessierte Laien in der Vortragsveranstaltung „Schlaganfall – Warnsignale erkennen und vorbeugen“. Dr. Christian Lechner, Chefarzt der Abteilung für Neurologie am Klinikum Dachau, Dr. Reza Ghotbi, Chefarzt der Abteilung für Gefäßchirurgie am Klinikum Dachau sowie der Allgemeinmediziner Dr. Rudolf Szymkowiak informieren auch über die spezielle Schlaganfalltherapie am Klinikum Dachau mit der Stroke Unit (Schlaganfallstation) und über das Stroke Angel-Projekt in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz. An diesem telemedizinischen Pilotprojekt ist der Landkreis Dachau als zweite Region in Deutschland inzwischen mit fünf Rettungswagen beteiligt. Das Gesundheitsforum beginnt im Sommersemester bereits um 17:00 Uhr im Tagungszentrum des Klinikums. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Symptome kommen wie aus dem Nichts: Lähmungserscheinungen, Sprach- oder Sehstörungen, Schwindel, Gangstörungen, manchmal auch heftige Kopfschmerzen. Dann beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn nur bis zu drei Stunden nach Auftreten der Beschwerden kann die erfolgversprechendste Therapie, die „systemische Thrombolyse“ oder kurz „Lyse“, durchgeführt werden. Mittels Infusion gerinnungsaktiver Substanzen kann ein akuter Verschluss der Gefäße, die das Gehirn mit Blut versorgen, aufgelöst werden. Damit ist es möglich, die Überlebenschancen des Patienten deutlich zu verbessern und einer bleibenden Behinderung mit guten Erfolgsaussichten entgegenzuwirken. Im vergangenen Jahr konnten mehr als 15 Prozent der im Klinikum Dachau betreuten Schlaganfallpatienten von einer Lyse-Therapie profitieren. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf das im Oktober 2009 eingeführte Stroke Angel-Projekt, bei dem der Rettungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes telemedizinisch vernetzt mit den Klinikärzten zusammenarbeitet. So kann die Diagnosestellung bereits im Krankenwagen erfolgen und die Klinik sich bestmöglich auf den Patienten vorbereiten. Der Landkreis Dachau ist die zweite Region in Deutschland, die diese Technik einsetzt. Nach der ersten erfolgreichen Testphase, in der zwei Rettungswagen mit der notwendigen Software ausgerüstet waren, ist die Ausstattung aller Rettungswagen des Landkreises nun vorrangig. Darüber hinaus steht am Klinikum Dachau eine spezialisierte Schlaganfallstation (Stroke Unit) zur Verfügung. Weiterer Gegenstand der Vorträge wird die Frage sein, wie man gemeinsam mit dem Hausarzt das eigene Risiko für einen Schlaganfall richtig einschätzen kann. Dabei werden dann individuell vorbeugende Maßnahmen erarbeitet. Da ein Viertel der Hirninfarkte auf eine Einengung der Halsschlagader zurückzuführen ist, kann in bestimmten Fällen beispielsweise ein gefäßchirurgischer Eingriff das Gefährdungspotential deutlich verringern. Im Anschluss an die Vorträge beantworten die Referenten Fragen aus dem Publikum.
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