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Amper Kliniken AG Klinikum Dachau

Übergewicht - Was kann ich tun?

Informationsveranstaltung zu Adipositas am 13. April 2010 im Klinikum Dachau

Übergewicht ist ein weit verbreitetes Problem: Im Landkreis Dachau gibt es schätzungsweise 2.100 stark adipöse Menschen. Die Betroffenen sind nicht nur einer besonderen psychischen Belastung ausgesetzt, sondern auch anfälliger für eine Reihe von Krankheiten. Mit krankhaftem Übergewicht kann daher ein erhöhtes Sterblichkeitsrisiko einhergehen. Ganzheitliche Hilfe möchte das Klinikum Dachau in Kooperation mit niedergelassenen Hausärzten, Ernährungsberatern, Psycho- und Bewegungstherapeuten bereitstellen. Falls eine konservative Therapie nicht zum gewünschten Erfolg führen sollte, kann die Möglichkeit verschiedener operativer Verfahren in Erwägung gezogen werden. Die Behandlungsmöglichkeiten stellen der Chefarzt der Viszeral- und Thoraxchirurgie, Prof. Dr. Horst-Günter Rau, sowie der Chefarzt der Gastroenterologie, Dr. Gunther Kachel am 13. April 2010 vor. Weitere Referenten werden der Dachauer Internist Gerald Schade sowie Ramona Gerbing, Vorsitzende der Patientenvereinigung „Adipositasverband International“ sein. Die Informationsveranstaltung findet um 19 Uhr im Tagungszentrum am Klinikum Dachau statt.

Das Frühjahr ist die klassische Zeit für Diäten. Doch Hungerkuren führen selten zu einem nachhaltigen Erfolg, wenn der Betroffene nicht seine ganze Lebensweise umstellt. Andernfalls kann es zu einem Yo-Yo-Effekt kommen, und verlorene Pfunde sind schnell wieder zugenommen. Vielfach wird aber übersehen, dass es sich bei Adipositas um eine Suchterkrankung handeln kann. Neben unausgewogener Ernährungsweise und Bewegungsmangel können auch genetische Faktoren, chronischer Stress oder ein gestörter Hormonhaushalt die Entstehung begünstigen. Als „Adipositas“ gilt ein Bodymaßindex (BMI) ab 30. Der BMI errechnet sich aus dem Körpergewicht dividiert durch die Körpergröße hoch zwei.

Eine wichtige Rolle im Hinblick auf die mit einem extremen Übergewicht einhergehenden Folgeerkrankungen spielt die Fettverteilung im Körper: Ein Bauchumfang von über 80 Zentimetern bei Frauen sowie über 94 Zentimetern bei Männern wird als Risikofaktor für Erkrankungen wie die Zuckerkrankheit, Herz-Kreislauferkrankungen, insbesondere Bluthochdruck, sowie die Entstehung von Gallensteinen, Gelenkerkrankungen und selbst für verschiedene Tumorerkrankungen angesehen.

„Der Leidensdruck bei den Betroffenen ist groß“, sagt Prof. Horst-Günter Rau, der die Betroffenen am Klinikum Dachau zusammen mit Dr. Gunther Kachel betreut. „Oft reicht der Wille abzunehmen allein aber nicht aus. Wer sich bei den Mahlzeiten ständig so zügelt, dass er das Erlebnis des Sattessens gar nicht mehr kennt, weil er einem überschlanken Schönheitsideal gerecht werden möchte, ist dann vielleicht sogar besonders anfällig für Heißhungerattacken. Hier kann am besten ein ganzheitliches Konzept unter Einbeziehung der persönlichen Lebensumstände helfen“, so Rau. Nach einer ausführlichen Anamnese und mit Hilfe von moderner Labordiagnostik erstellen die Adipositas-Experten einen individuellen Therapieplan. Dazu gehören in der Regel auch Physiotherapie und Gymnastik im Amper-Vital-Zentrum, die Betreuung durch einen Psychotherapeuten und nicht zuletzt die Ernährungsberatung. Erst wenn all diese Maßnahmen nicht greifen, kann in Einzelfällen auch ein metabolisches Operationsverfahren zur Reduktion extremen Übergewichts angezeigt sein, wie zum Beispiel die Implantation eines Magenbandes oder –ballons oder tiefgreifendere Maßnahmen wie Magenschlauchbildung oder Magenbypass. 

Auskunft über die Ursachen für Übergewicht und darüber, wie man seinen Lebenswandel nachhaltig umstellen kann, wie viel Bewegung für eine dauerhafte Gewichtsreduktion notwendig ist und welche chirurgischen Möglichkeiten in begründeten Einzelfällen zur Verfügung stehen, erfahren Interessierte in der Informationsveranstaltung am 13. April 2010, um 19 Uhr im Tagungszentrum am Klinikum Dachau. Außerdem wird Ramona Gerbing als Vertreterin des Adipositasverbandes International über die Erfahrungen einer Patientin und die Gründung einer Selbsthilfegruppe berichten.

Weitere Informationen erhalten Interessierte unter Tel. 08131/76-547 oder 08131/76-239 sowie unter dem Link www.adipositas-sprechstunde.info.

 


Claudia Pecher
Amper Kliniken AG
Krankenhausstraße 15
85221 Dachau
Tel.: 08131/76 - 533
Fax: 08131/76 - 530
claudia.pecher@amperkliniken.de
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