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Amper Kliniken AG Klinikum Dachau
Stiftungspreisträger der Deutschen Gesellschaft für Liquordiagnostik wechselt ans Klinikum Dachau Rechtzeitig zur Zeckensaison wird im März am Klinikum Dachau eine Spezialambulanz für Neuroborreliose eröffnet. Die Neuroborreliose ist die in Deutschland am häufigsten durch Zecken übertragene bakterielle Erkrankung des Nervensystems. Die Leitung der Ambulanz obliegt dem Oberarzt Dr. Tobias Rupprecht. Er hat viele Jahre am Klinikum der Universität München in Großhadern wissenschaftlich gearbeitet und dabei einen Früh- beziehungsweise Aktivitätsmarker * zum Nachweis einer Neuroborreliose entdeckt. Dafür erhielt der Facharzt für Neurologie 2007 den Stiftungspreis der Deutschen Gesellschaft für Liquordiagnostik, einem Laborverfahren zur Untersuchung von Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit. Am Klinikum Dachau koordiniert Rupprecht nun die Errichtung der Ambulanz sowie die fachübergreifende stationäre Versorgung der Erkrankten. Diese Spezialisierung hat bundesweit Seltenheitswert. Jährlich infizieren sich in Deutschland zwischen 60.000 und 80.000 Menschen mit Borreliose. Bei der Erkrankung tritt nach dem Stich einer infizierten Zecke eine ringförmige Hautrötung auf. Wenn die Bakterien auch das Nervensystem befallen, spricht man von einer „Neuroborreliose“. „Die Neuroborreliose kann sich in so unterschiedlichen Symptomen wie Schmerzen der Lendenwirbelsäule, Kopfschmerzen oder auch Lähmungserscheinungen äußern“, so Dr. Tobias Rupprecht. „Eine eindeutige Diagnose kann mit Hilfe der Liquordiagnostik gestellt werden. Sie zählt zu den Diagnoseverfahren, die wir hier in der Klinik anbieten. Dabei ist auch die Bestimmung des neu entdeckten Biomarkers für die Neuroborreliose, das Protein CXCL13 *, geplant.“ Bislang gibt es in ganz Deutschland nur wenige spezialisierte Einrichtungen zur Behandlung der Betroffenen. Rupprecht ist damit befasst, im Klinikum Dachau die überregionale Ambulanz für Neuroborreliose einzurichten sowie die Voraussetzungen für eine stationäre Versorgung der Patienten zu schaffen. Bei der stationären Behandlung der Neuroborreliose arbeiten Neurologen zusammen mit Schmerztherapeuten, Rheumatologen, Psycho- und Physiotherapeuten. Im März wird die Ambulanz ihre Arbeit aufnehmen.
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