|
Amper Kliniken AG - Klinik Indersdorf
Demenzforum an der Klinik Indersdorf mit Vorträgen und Austausch von Angehörigen und Experten 6. Februar 2012. Am Donnerstag, den 23. Februar findet um 17 Uhr in der Klinik Indersdorf das erste Demenzforum in diesem Jahr statt. Es richtet sich an alle Angehörigen von Patienten, die an einer Demenz leiden. Neben der Erklärung, was eine Demenz ist und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, gehen die Experten vor allem darauf ein, wie man mit Demenzkranken im Alltag umgehen und Konflikte vermeiden kann, die durch das veränderte Verhalten des Erkrankten entstehen. Die Zuhörer erhalten auch Informationen zu den Betreuungsmöglichkeiten und den finanziellen Mitteln, die in Anspruch genommen werden können. Es referieren Dr. Björn Johnson (Oberarzt der Akutgeriatrie und Frührehabilitation), Irmgard David (Neuropsychologin), Sylvia Egert (Reha-Pflegerin) und Dagmar von Weyhe (Versorgungsmanagement). Nach den Vorträgen gibt es ausreichend Zeit, Fragen zu stellen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die Demenz ist ein schleichender Prozess. Es fängt damit an, dass man häufiger seine Brille sucht und sie an unbekannten Orten wiederfindet. Man vergisst Termine und Daten. An Namen von guten Bekannten kann man sich nicht mehr erinnern. Man kann dem Partner nicht erzählen, was man gerade vorhin in der Zeitung gelesen hat. Gesprächen kann man nicht mehr folgen. Auf einmal ist man sich nicht mehr sicher, wo der Metzger ist – und muss nach dem Weg fragen oder verläuft sich gar. Man weiß nicht mehr, wie die Kaffeemaschine funktioniert und wo man nun das Wasser einfüllen muss. Beim Autofahren treten erste Unsicherheiten auf, es entstehen vermehrt Bagatellschäden. Zu Beginn bemerken die Betroffenen ihre Fehlleistungen. Aus Unsicherheit und um die Fassade zu wahren und die Defizite zu verbergen, ziehen sich viele zurück und vermeiden soziale Kontakte. Auf die Fehlleistungen angesprochen, reagieren sie meist gereizt. Irgendwann kommt in den meisten Fällen der Punkt, wo der Kranke seine Beeinträchtigungen nicht mehr wahrnimmt. Für den Kranken ist das gewissermaßen ein Segen, aber für die Angehörigen beginnt das Leid: Sie haben keinen Partner auf Augenhöhe mehr, können die Probleme der Erkrankung nicht mit dem Betroffenen besprechen, sondern stehen alleine da. Da die Angehörigen sich die Verhaltensweisen nicht erklären können, kommt es vielfach zu Konflikten. Deshalb benötigen die Angehörigen Hilfe auf vielen Ebenen: Medizinische Versorgung, Hinweise zum Umgang mit dem Kranken, zur Konfliktvermeidung, lernen, durch die Brille des Kranken zu sehen, Hinweise zur Pflege, aber auch zu finanziellen und sozialrechtlichen Unterstützungsmöglichkeiten. Das Demenzforum geht auf all diese Aspekte ein und will den Angehörigen ausreichend Raum geben, Fragen und Probleme mit den Experten zu diskutieren. _______________________________________________________ Die Amper Kliniken AG betreibt die Kliniken in Dachau und Markt Indersdorf. An den beiden Standorten, die zusammen über 460 Akut- und 60 Rehabetten verfügen, werden jedes Jahr über 24.000 stationäre und 35.000 ambulante Patienten versorgt.
|