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Amper Kliniken AG - Klinikum Dachau
Gefäßverengungen und ihre Folgen: Der Schlaganfall 28. November 2011. Am 7. Dezember findet im Rahmen des Gesundheitsforums ein Vortrag mit dem Titel: „Schlaganfall – Ursache, Wirkung und Behandlung“ statt. Es referieren Dr. Peter Grein, Neurologe und Leiter der Schlaganfalleinheit, und Dr. Reza Ghotbi, Chefarzt der Gefäßchirurgie am Klinikum Dachau. Schwerpunkt der Vorträge ist neben der Darstellung von Symptomen und Therapie eines akuten Schlaganfalls die Möglichkeiten der vorbeugenden Behandlung bei bestehenden Gefäßverengungen. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Tagungszentrum am Klinikum Dachau. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Für die Betroffenen kommt der Schlaganfall aus heiterem Himmel. Doch die Ursache – eine Verengung der Gefäße, die das Gehirn mit Sauerstoff versorgen – entsteht nicht über Nacht. Über einen längeren Zeitraum werden die Ablagerungen an den Gefäßwänden immer dicker, bis schließlich die Blutkörperchen nicht mehr passieren können – das betroffene Gewebe kann nicht mehr mit Sauerstoff versorgt werden, es droht abzusterben. „Deshalb ist es so wichtig, beim Schlaganfall so schnell wie nur möglich in die Klinik zu kommen“, betont Dr. Peter Grein, der als Neurologe die Schlaganfalleinheit am Klinikum Dachau leitet. Zehn Risikofaktoren sind Ursache für 90 Prozent aller Schlaganfälle Um einem Schlaganfall vorzubeugen, sollten deshalb möglichst die Risikofaktoren vermieden werden, die zu einer Gefäßverengung führen. Wissenschaftlich ist belegt, dass zehn Risikofaktoren für 90 Prozent aller Schlaganfälle verantwortlich sind. Dies sind Bluthochdruck, Cholesterin, Rauchen, Diabetes mellitus, Adipositas, körperliche Inaktivität, ungesunde Ernährung, Alkoholkonsum, psychische Faktoren (zum Beispiel Stress) und Herzerkrankungen. „Durch optimale Einstellung bzw. Vermeidung der Risikofaktoren können 90 Prozent aller Schlaganfälle verhindert werden“, fasst Dr. Grein die Ergebnisse zusammen. Dabei könnten viele Ziele einfacher erreicht werden, als man denke. Ein Beispiel sei die körperliche Aktivität: Diesen Risikofaktor kann nahezu jeder selbstständig reduzieren: „Als regelmäßige Bewegung ist schon ein zügiger Spaziergang dreimal in der Woche für eine halbe Stunde ausreichend“, so der Experte. Eine Verengung in der Halsschlagader ist oft Ursache für den Schlaganfall Doch auch wenn bereits eine Verengung der Gefäße vorliegt, gibt es Möglichkeiten, diese zu beseitigen – und damit dem Schlaganfall vorzubeugen. Etwa 20 bis 30 Prozent der Schlaganfälle entstehen durch eine Einengung der Halsschlagader. „Bei sieben Prozent der Menschen über 65 Jahren ist die Halsschlagader bereits um die Hälfte verengt“, erläutert Dr. Reza Ghotbi, der als Chefarzt der Gefäßchirurgie auf Operationen an der Halsschlagader spezialisiert ist, „Sind mehr als 85 Prozent der Halsschlagader verengt, rate ich zu einer Operation, um einen Schlaganfall zu vermeiden – auch wenn noch keine Symptome aufgetreten sind.“ Hat der Patient bereits erste Anzeichen eines Schlaganfalls, sei eine Operation auf jeden Fall angezeigt. Das schonendste Verfahren ist eine Operation in Lokalanästhesie. Am Klinikum Dachau wird diese Maßnahme als eines der wenigen Zentren in Bayern mit gutem Erfolg durchgeführt. Bei dieser Operation wird die Verengung am Gefäß behoben und der Blutfluss ins Gehirn wieder hergestellt. Tritt ein akuter Schlaganfall ein, stehen ebenfalls gute Möglichkeiten der Behandlung zur Verfügung. „Als neurologische Schlaganfallstation können wir bei geeigneten Patienten eine Infusion geben, mit der das Blutgerinnsel, das das Gefäß verstopft, medikamentös aufgelöst wird“, erläutert Dr. Grein. Voraussetzung für diese „Lysetherapie“ ist jedoch unter anderem, wie lange die Symptome schon vorhanden sind – wenn die Gehirnzellen bereits unwiederbringlich zugrunde gegangen sind, kann die Lysebehandlung nicht mehr angewendet werden. „Deshalb kommen Sie beim Verdacht auf einen Schlaganfall immer sofort in die Klinik, es zählt jede Minute!“, so Grein. Dies gelte auch, wenn die Symptome wieder verschwinden: „Das können Vorboten für einen schweren Schlaganfall sein – und müssen deshalb auch so schnell wie möglich abgeklärt werden.“
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