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Gestern, Heute und Morgen

Die Geschichte der Aukamm-Klinik reicht bis zum Jahre 1906 zurück. Hier eröffnete Dr. Guradze in Wiesbaden in der Mainzer Straße eine chirurgisch-orthopädische Privatklinik. Für die damaligen Verhältnisse war diese Klinik sehr umfangreich ausgestattet: OP-Saal, Röntgenraum, Abteilung für medizinische Bäder und physikalische Heilmethoden, Massagen sowie eine orthopädische Werkstatt.

1924 übernahm Dr. Borggreve die Leitung der Privatklinik Mainzer Straße, ein weithin bekannter Orthopäde, nach dessen Methoden teilweise noch heute Operationen durchgeführt werden.
Ende des zweiten Weltkrieges und in den ersten Nachkriegsjahren wurde die Klinik vorübergehend mehr als Altenwohnheim genutzt.
Der Chirurg Dr. Frère übernahm 1951 die Klinik, modernisierte sie und ließ einen zweiten, größeren OP-Saal erbauen. In Wiesbaden und Umgebung errang sich das Haus als Klinik für Chirurgie, Unfallchirurgie und Wiederherstellungschirurgie einen besonderen Ruf, der sich in den ersten Jahren auf dem Schwerpunkt der operativen Versorgung und Rehabilitation von Kriegsbeschädigten gründete.

Im Zuge der Stadtsanierung musste Anfang der 70er Jahre die Klinik ihren alten Standort aufgeben. Ein Neubau wurde in Südhanglage des Aukammtales im Anschluß an den Kurpark errichtet und am 5. Oktober 1973 mit dem neuen Namen "Aukamm-Klinik" seiner Bestimmung übergeben.
Im Planungskonzept der Stadt Wiesbaden und des Landes Hessen, in der Landeshauptstadt und Kurstadt ein modernes Rheumazentrum zu errichten, war die Aukamm-Klinik für die operative Behandlung der entzündlichen rheumatischen Erkrankungen vorgesehen. So wurde mit Erreichen der Altersgrenze von Dr. Frère das Krankenhaus 1977 wieder in orthopädische Hände gelegt.
Gemeinschaftlich übernahmen Dr. Günter Salzmann und Dr. Dieter Sarfert, Ärzte für Orthopädie und Rheumatologie, am 01. April 1977 die Leitung der Klinik als Fachkrankenhaus für operative Rheumatologie und Orthopädie. 1978 konnte für die neu geschaffene Anästhesieabteilung Frau Dr. Irmtraud Moeller-Orth, Ärztin für Anästhesiologie, gewonnen werden. Im Jahr 1985 wurde die Anästhesieabteilung durch Frau Dr. Eva Bührer verstärkt.
Weil Frau Dr. I. Moeller-Orth ihre belegärztliche Tätigkeit zum 31. Dezember 1999 beendete, wurde Herrn Dr. Dominic Merkelbach neuer Belegarzt der Anästhesieabteilung.
Nachdem sich die Anzahl der durchgeführten Operationen in den ersten 10 Jahre um 40 % erhöht hat, wurden zwei weitere Belegärzte in die gemeinschaftliche Leitung der Klinik aufgenommen. Zum 01. Oktober 2003 haben Herr Dr. Markus Preis und Herr Dr. Henrik Schroeder-Boersch, Ärzte für Rheumatologie und Orthopädie, ihre belegärztliche Tätigkeit an der Aukamm-Klinik aufgenommen. Nachfolger für den zu Beginn des Jahres in Ruhestand getretenen Herrn Dr. Dieter Sarfert wurde mit Wirkung vom 01. April 2004 Herr Dr. Andreas Kiekenbeck. Damit sind heute insgesamt 6 Belegärzte an der Aukammklinik tätig.

Ende Dezember 2001 wurden die Gesellschafteranteile der Aukammklinik an die Rhön-Klinikum-AG übertragen, die Aukamm-Klinik wurde eine 100%ige Tochter der Rhön-Klinikum-AG. Die Rhön-Klinikum-AG versteht sich als Gesundheitsdienstleister mit höchsten Ansprüchen an Patientenorientierung und Qualität. Als erster deutscher Klinikkonzern ist sie seit 1989 börsennotiert. An der Struktur der Aukammklinik hat sich durch den Trägerwechsel nichts geändert.
Die Übernahme durch die Rhön-Klinikum-AG stellt in diesen schwierigen Zeiten auf dem Gesundheitssektor die Zukunft des Krankenhauses unter dem Dach eines größeren Trägers sicher.